Aktien Schweiz
Börse Zürich: Aufwärtstrend gestoppt

Wenig Bewegung auf dem Schweizer Aktienmarkt. Der wichtige Index SMI schloss auf Vortagesniveau. Immerhin gab es keine Verluste. Für Aufsehen sorgte nur ein Wert, der Aktienkurs der Basler Life-Science-Konzern Lonza brach ein.

HB ZÜRICH. Die Schweizer Börse hat den Handel am Mittwoch etwa auf dem Niveau des Vortags abgeschlossen. Der stetige Aufwärtstrend der vergangenen Tage wurde somit fürs Erste gestoppt. Zwar schaffte der Swiss-Market-Index (SMI) auch am achten Tag in Folge ein Plus, mit 0,01 Prozent allerdings nur ein ganz knappes. Zudem lag der Index während der meisten Zeit in der Verlustzone.

Der Aktienmarkt habe bereits am Vortag gegen Handelsschluss etwas an Schwung verloren, hiess es im Handel, und diese leichte technische Korrektur habe sich am heutigen Tag fortgesetzt. Allerdings seien die Gewinnmitnahmen bisher überraschend gering ausgefallen, meinte ein Händler. Kurzfristig sei ein Absinken des SMI auf 5 500 Punkte denkbar.

Zum Schluss gewann der SMI 0,01 Prozent auf den Stand von 5 637 Punkten (Tageshoch 5 649, Tagestief 5 604). Der 30 Titel umfassende SLI verlor 0,07 Prozent auf 838 Punkte, und der breite Swiss Performance Index (SPI) legte um 0,02 Prozent auf 4 845 Punkte zu.

Für etwas Unruhe sorgten die am Nachmittag veröffentlichten Quartalszahlen der US-Bank Morgan Stanley. Sie enttäuschten die Erwartungen und sorgten in der Schweiz zu einem Abrutschen des SMI um etwa 30 Punkte. Dank einer einigermaßen festen Wall Street konnten die Verluste aber schon bald wieder wettgemacht werden. Etwas Unterstützung gab es dabei vom US-Hauspreisindex, der mit einem deutlichen Anstieg positiv überraschte.

Größter Verlierer unter den SMI/SLI-Titeln waren den ganzen Tag über Lonza (-5,9 Prozent). Der Basler Life-Science-Konzern hatte mit seinem Halbjahres-Abschluss die Erwartungen der Analysten etwas enttäuscht. Die Zahlen seien zwar nicht schlecht, hieß es im Handel. Allerdings habe es keine positiven Überraschungen gegeben. Die Luft sei auch nach der zuletzt bekannt gewordenen Aufnahme des Titels in den SMI per Mitte September draußen.

Abgesehen von den Lonza-Zahlen gab es bei den Blue Chips kaum kursbewegende Unternehmensnachrichten. Dies dürfte sich allerdings am Donnerstag ändern, dann werden gleich vier Unternehmen aus den Top 30 ihre Quartalszahlen veröffentlichen. Im Vorfeld entwickelten sich die Aktien der entsprechenden Unternehmen folgendermaßen: ABB +0,3 Prozent, Credit Suisse-1,8 Prozent, Roche +1,1 Prozent und Logitech-0,7 Prozent.

Zu größeren Gewinnmitnahmen kam es bei Clariant (-1,5 Prozent), Zurich Financial Services (ZFS) (-1,2 Prozent), Petroplus (-1,1 Prozent) und Swiss Re (-1,1 Prozent). UBS büßten ebenfalls ein, und zwar 1,1 Prozent. Sie konnten somit nicht davon profitieren, dass sie von Merrill Lynch auf die "Most Preferred"-Liste gesetzt wurden.

Die Indexschwergewichte Novartis (+0,5 Prozent) und Nestle (-0,1 Prozent) notierten ohne Neuigkeiten gegenläufig. Bei Novartis dürften nach wie vor die anhaltenden Diskussionen um die Schweinegrippe für Käufe sorgen, hieß es. Actelion (-,7 Prozent) büßten nach der Veröffentlichung des Halbjahres-Abschlusses am Vortag etwas an Terrain ein.

Die größten Kursgewinne unter den SMI-/SLI-Titeln erzielten Sonova (+2,9 Prozent). In fünf Jahren will der Hörgerätehersteller die Zwei-Milliarden-Grenze beim Umsatz überschritten haben, wie Unternehmenschef Valentin Chapero der "Handelszeitung" sagte. Auch Swatch (+2,9 Prozent), Kühne+Nagel (+1,5 Prozent) und Julius Bär (+1,3 Prozent) waren gefragt.

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