Aktien
Schweizer Börse baut Verluste aus

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt gab am Montag bis Handelsschluss nach und zeigte sich schwach. Während der gesamten Sitzung lag der Markt lediglich am Morgen phasenweise im Plus. Die leichter tendierenden New Yorker Börsen hätten zu weiteren Gewinnmitnahmen animiert, hieß es im Handel. Zudem zogen teils deutlich tiefer notierende Schwergewichte, vor allem Roche und UBS , den Markt nach unten.

Aus derzeitiger Sicht würden die meisten Marktteilnehmer angesichts der weiteren Unsicherheiten infolge der Kreditkrise aber insgesamt einen eher ruhigen Monat erwarten, sagten Händler. So lange die Talsohle nicht durchschritten sei, würden sich die Anleger mit größeren Neuengagements zurückhalten. Selektive Käufen seien in Spezialsituationen sowie in jenen Titeln erfolgt, die im Jahresverlauf stark zurückgenommen worden seien, so Marktbeobachter.

Der SMI verlor 1,38 Prozent auf 8 706,22 Zähler. Der etwas breitere SLI gab 1,31 Prozent auf 1 313,65 Punkte nach, der SPI verlor 1,18 Prozent auf 7 070,37 Zähler.

Die deutlichsten Verluste verzeichneten Swiss Life (-7,2% auf 295,25 Franken). Die geplante Akquisition des deutschen Finanzdienstleisters AWD Holding wird in Marktkreisen zwar als strategisch sinnvoll erachtet, der Kaufpreis teilweise aber als hoch bezeichnet. Zudem könnte sich für den Lebensversicherer angesichts von Geschäftspraktiken von AWD ein Imageproblem ergeben. Man warte gespannt auf den "Investors Day" an diesem Dienstag, so Marktbeobachter.

Die Aktie von Roche gab im späten Handel deutlich nach und schloss markant tiefer (-3,0% auf 209,00 Franken). In Unterlagen für das "Oncologic Drugs Advisory Committee" der US-Gesundheitsbehörde FDA für die Zulassungs-Sitzung für eine neue Indikation des Medikaments Avastin von diesem Mittwoch wird darauf hingewiesen, dass die Vor- und Nachteile von Avastin sehr genau überprüft werden sollten. Zwar habe das Medikament entscheidende Vorteile gegenüber herkömmlichen Therapien, doch erhöhe es die Überlebensrate nicht entscheidend, ist den Unterlagen der FDA zu entnehmen.

Unter den weiteren Schwergewichten gaben UBS um 1,1 Prozent nach. Credit Suisse Group legen hingegen um 0,1 Prozent zu. Die Vermögensverwalter Julius Bär zog gar um 0,5 Prozent an.

Unter den übrigen im Index groß gewichteten Titeln verloren Nestle nach anhaltendem Abgabedruck 0,9 Prozent. In Nestle seien in den vergangen Tagen größere ausländische Verkaufsaufträge erfolgt, hieß es gerüchteweise im Markt. Novartis geben um 0,9 Prozent nach.

Deutlich zurückgestuft werden auch Holcim (-1,8 %). ABB (-1,8%) verloren nach einer weiteren Branchenstudie, dieses Mal von Merrill Lynch, mit vorsichtigen Kommentaren zum Kapitalgütersektor in Europa um 1,8 Prozent.

Adecco gaben 1,5 Prozent ab. Auf das Sentiment drücke die von Randstad geplante Übernahme von Vedior, sagten Händler. Randstad will damit Adecco als Marktführerin ablösen.

Synthes konnten sich mit Gewinnen um 1,1 Prozent positiv ins Szene setzen, ohne dass wesentliche News bekannt geworden wären. Swatch legten zum Schluss noch um 0,3 Prozent zu, nachdem der Uhrenkonzern eine strategische Allianz mit Tiffany eingeht. Hingegen verloren Mitbewerber Richemont um 2,7 Prozent.

Ciba geben um 3,4 Prozent nach. Das Unternehmen hatte nachbörslich Preiserhöhungen in Produktbereichen um fünf bis 15 Prozent angekündigt. Petroplus fielen infolge von Gewinnmitnahmen um 2,4 Prozent.

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