Aktien
Schwergewichte belasten Schweizer Börse

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt ist am Montag mit leichten Verlusten aus dem Handel gegangen. Die Indizes verzeichneten bereits zu Beginn Abgaben, arbeiteten sich in der Folge jedoch in die Gewinnzone vor, ehe die Gewinne am späten Nachmittag wieder abbröckelten.

In der Schweiz drückten vor allem die Verluste von Novartis auf den Index. Zudem hatten die Schwergewichte Roche und UBS ins Minus gedreht. Zudem konnte in den USA der Dow Jones nicht das halten, was man sich im Vorfeld erhofft hatte. Erwartet wurde ein weiterer Anstieg, zu Handelsende in Europa tendierte der Index seitwärts.

Der SMI verlor zu Börsenschluss 0,21 Prozent oder 19,42 Stellen auf 9 405,27 Punkte. Der breitere SPI gab um 0,14 Prozent (-10,84 Einheiten) auf 7 646,93 Zähler nach.

Bei den Bluechips büßten Novartis am Ende 1,2 Prozent auf 69 Schweizer Franken ein. Die Titel litten unter der drohenden Markteinführung eines generischen Konkurrenzprodukts zum von Novartis vertriebenen Bluthochdruckmedikament Lotrel. Der Verkaufsstart konnte über das Wochenende in letzter Minute verhindert werden. Allerdings ist eine weitere Anhörung angesetzt. Sollte sich das Gericht gegen Novartis entscheiden, würde dies den diesjährigen Gewinn um drei bis vier Prozent verringern, hieß es am Markt.

Noch größere Abgaben als Novartis verbuchten einzig Julius Bär (-3,6 Prozent auf 90,60 Franken). Die Titel hatten allerdings in der Vorwoche, von Übernahmespekulationen getrieben, ein Plus von zwölf Prozent erzielt. Zu den größten Verlierern gehörten auch SGS (-0,9% auf 1 550 Franken) oder Clariant (-0,7 Prozent auf 20,80 Franken).

Die Schwergewichte Roche (-0,1 Prozent auf 227,30 Franken) und UBS (-0,4 Prozent auf 78,70 Franken) wurden lange Zeit nachgefragt, drehten gegen Schluss aber ins Minus. Dagegen bauten Nestle (+0,6 Prozent auf 471,50 Franken) die kleinen Gewinne im Tagesverlauf aus.

Die Tabellenspitze wurde von den Versicherungsaktien ZFS (+0,7 Prozent auf 385,75 Franken) und Swiss Life (+0,7 Prozent auf 326,25 Franken) angeführt. ZFS wird am kommende Montag an einem Investorentag sehr wahrscheinlich die mittelfristigen Geschäftsaussichten erhöhen.

Im breiten Markt waren Swisslog (+12,8 Prozent) gesucht. Die Aktien wurde von einem gut aufgenommenen Interview mit dem Vorstandschef, einer Ratingerhöhung durch Kepler und erneut aufkeimenden Übernahmespekulationen gestützt.

Meyer Burger (+7,5 Prozent) konnten die gute Kursentwicklung der letzten Wochen fortsetzen. Die ZKB erachtet Meyer Burger auf mittlere bis längere Frist als ein interessantes Investment und würde die Aktie übergewichten. Basilea (Aktie +3,0 Prozent) hat für das Medikament Ceftobiprol bei der US-Gesundheitsbehörde FDA einen Zulassungsantrag eingereicht und gute Studiendaten für Alitretinoin bei der Behandlung von Patienten mit schweren Handekzemen veröffentlicht.

Micronas (+4,2 Prozent) setzten sich am Nachmittag ebenfalls gut ins Szene. Händler begründeten die Entwicklung mit teilweise panikartigen Deckungskäufen. Von Roll (-7,6 Prozent) litten dagegen unter Gewinnmitnahmen, nachdem die Aktien in der vergangenen Woche einen Kursanstieg von knapp 30 Prozent verzeichneten. Mobimo gaben um 6,2 Prozent nach.

Viel Verwirrung stiftete der Handel mit Invenda (vormals: e-centives). Nach sehr starken Ausschlägen wurden die Titel vom Handel suspendiert. Als Grund für die Handelssuspendierung nannte ein SWX-Sprecher "ungenügende Informationen durch die Gesellschaft" im Zusammenhang mit dem durchgeführten reverse Aktiensplit. Der Handel wird am Dienstag wieder aufgenommen.

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