Aktien: Sorgen um Banken belasten Börse in Zürich

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Sorgen um Banken belasten Börse in Zürich

Der Schweizer Aktienmarkt ist am Mittwoch mit klar tieferen Kursen aus der Sitzung gegangen. Der SMI verlor 2,81 Prozent auf 5 378,81 Punkte. Damit bewegt sich das Bluechip-Barometer wieder auf dem Niveau von Ende November 2008 beziehungsweise dem Jahr 2004.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt ist am Mittwoch mit klar tieferen Kursen aus der Sitzung gegangen. Der SMI verlor 2,81 Prozent auf 5 378,81 Punkte. Damit bewegt sich das Bluechip-Barometer wieder auf dem Niveau von Ende November 2008 beziehungsweise dem Jahr 2004. Der 30 Titel umfassende SLI gab 3,33 Prozent auf 764,38 Punkte nach und der breite SPI 2,74 Prozent auf 4 444,6 Punkte. Der SMI baute seine Verluste am Nachmittag weiter aus, nachdem er aufgrund günstiger Vorgaben aus dem Ausland noch freundlich in den Handel gestartet war. Druck kam Marktteilnehmern zufolge von den fallenden US-Börsen sowie schwachen Konjunkturdaten aus Amerika. Unternehmensnachrichten drückten zusätzlich auf die Stimmung. Grossbanken litten unter schwachen Quartalszahlen der Deutschen Bank.

OC Oerlikon (-17,8 Prozent auf 56,45 Franken) gingen mit den größten Verlusten unter den 30 Bluechips aus dem Handel. Am Markt wurde auf Gerüchte verwiesen; wonach das Unternehmen Probleme mit dem Einhalten seiner Kreditbestimmungen gegenüber den Banken habe. Daneben standen Credit Suisse (-8,6 Prozent auf 25,70 Franken) und UBS (-9,2 Prozent auf 13,62 Franken) nach anfänglich gehaltenen Kursen deutlich im Minus. Grund war laut Marktkreisen unter anderem die überraschende Veröffentlichung vorläufiger Quartalszahlen der Deutschen Bank, die im vierten Quartal einen Verlust von 4,8 Mrd. Euro verbucht hatte und auch im Gesamtjahr tief in die roten Zahlen gerutscht ist.

ABB (-6,9 Prozent auf 13,61 Franken) wiesen ebenfalls überdurchschnittliche Verluste auf. Marktbeobachter machten einerseits negative Aussagen des deutschen Industriekonzerns Siemens und andererseits eine wenig optimistische Studie von JP Morgan zum europäischen Investitionsgütersektor für die Abgaben verantwortlich. Bei Swatch (-8,5 Prozent auf 129 Franken) drückten enttäuschende Weihnachtsverkäufe sowie eine Gewinnwarnung beim US-Luxusgüterunternehmen Tiffany auf die Stimmung der Anleger. Auch Richemont (-6,4 Prozent auf 17,95 Franken) verloren deutlich.

Novartis (-1,6 Prozent auf 52,20 Franken) rutschten im Tagesverlauf ins Minus. Das Unternehmen hatte positive Studienergebnisse für die beiden Medikamente Afinitor und Sandostatin veröffentlicht. Die ebenfalls grosskapitalisierten Nestle (-2,7 Prozent auf 39,30 Franken) verloren deutlicher, Roche (+0,4 Prozent auf 169,20 Franken) wechselten gegen Handelsschluss wieder ins Plus.

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