Aktien
Teilweise deutliche Verluste an Osteuropas Börsen

Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes haben am Donnerstag zum Teil deutliche Verluste verzeichnet.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes haben am Donnerstag zum Teil deutliche Verluste verzeichnet.

In Budapest sank der BUX um 2,57 Prozent auf 19 037,56 Punkte. Nur ein Titel im Index konnte mit positivem Vorzeichen schließen.

Die ungarische Nationalbank hatte ihre Inflationserwartungen für 2010 geringfügig von 4,3 auf 4,1 Prozent gesenkt. Die prognostizierte Rate von 4,5 Prozent im Jahr 2009 bleibt aufrecht. Die Schätzungen für das Wirtschaftswachstum von minus 6,7 Prozent (2009) und minus 0,9 Prozent (2010) wurden ebenfalls nicht revidiert.

Die Indexschwergewichte mussten teilweise deutliche Kursverluste hinnehmen. Im Vorfeld der Zweitquartalszahlen rutschten die Titel des Öl- und Gaskonzerns MOL um 1,91 Prozent auf 14 370 Ungarische Forint ab. Für das am Freitag anstehende Zahlenwerk erwarten sich die Experten von Wood & Company im zweiten Quartal einen Nettogewinn von 135,3 Mrd. Forint, das wäre eine Steigerung gegenüber der Vorjahresperiode um 18 Prozent. Das Halbjahresergebnis soll insgesamt dennoch um 89 Prozent unter dem Wert 2008 liegen.

OTP Bank gaben 4,57 Prozent auf 4 700 Forint ab und Richter Gedeon verbilligten sich um 2,55 Prozent auf 38 005 Forint. Magyar Telekom büßten vergleichsweise moderate 0,50 Prozent auf 789 Forint ein.

In Prag konnte sich der PX im Verlauf lange in der Gewinnzone halten und rutschte erst zu Handelsschluss deutlich in den roten Bereich ab. Der Index verlor schließlich 0,77 Prozent auf 1 158,7 Einheiten.

Pegas Nonwovens legte am Vormittag die Zahlen zum zweiten Quartal vorg. Der Textilkonzern hatte in den drei Monaten bis Ende Juni einen Periodenüberschuss von 9,3 Mill. Euro erzielt, im Vergleich zu 11,7 Mill. Euro im Vorjahr. Die Erwartungen der Analysten von 8,4 Mill. Euro konnte das Unternehmen damit übertreffen. Auch die Margen wären durch die gesunkenen Preise nicht sonderlich betroffen gewesen, hieß es am Markt. Die Titel stiegen um 2,03 Prozent auf 456,60 Tschechische Kronen.

Der Zigarettenkonzern Philip Morris hat angekündigt, die Produktionskapazitäten in der tschechischen Niederlassung um ein Drittel zu erhöhen. Das Investment soll rund 300 Mill. Kronen betragen, hieß es. Aktuell produziert Philip Morris an dem Standort 29 Mrd. Zigaretten pro Jahr. Die Aktien gehörten zu den Gewinnern und stiegen um 0,25 Prozent auf 8 120 Kronen. Zu diesen zählten auch AAA Auto, die nach erfreulichen Quartalszahlen um 1,07 Prozent auf 14,14 Kronen zulegen konnten.

Die Rohstoff- und Bankenwerte standen in Prag hingegen unter Verkaufsdruck. Erste Group gaben 0,50 Prozent auf 741 Kronen ab und Komercni Banka verloren 1,19 Prozent auf 3 330 Kronen. Angesichts des gesunkenen Ölpreises verbilligten sich Unipetrol um 0,80 Prozent auf 137 Kronen. New World Resources (NWR) schlossen 3,21 Prozent leichter bei 159,90 Kronen.

In Warschau musste die Börse nach den deutlichen Vortagesverlusten erneut ein kräftiges Minus hinnehmen. Der WIG-20 verlor 1,54 Prozent auf 2 214,78 Punkte. Der breiter gefasste WIG-Index gab um 0,99 Prozent auf 37 837,39 Punkte ab.

Kein klare Richtung gaben die beiden Bankenschwergewichte PKO und Pekao vor. Während PKO nach Zahlen um 1,4 Prozent auf 35,50 Polnische Zloty zulegen konnten, rutschten Pekao um 4,1 Prozent auf 143,10 Zloty ab. PKO hatte im zweiten Quartal einen Nettogewinn von 609,9 Mill. Zloty ausgewiesen, das ist auf Jahressicht ein Einbruch um 32 Prozent. Die Markterwartungen von 506 Mill. Zloty konnten damit deutlich übertroffen werden.

Bei der Bank Pekao wurde bekannt, dass der polnische Staat am Mittwoch 1,1 Mill. Aktien zum Preis von 150 Zloty je Titel veräußert hat. Ein Sprecher des Finanzministeriums sagte, das durch den Verkauf eingenommene Geld zur Finanzierung des Budgetdefizits heranziehen zu wollen. Pekao standen bei den Investoren ganz oben auf den Verkaufslisten.

Den restlichen Bankenwerten erging es ähnlich. BRE Bank standen nach den massiven Vortagesverlusten unter Druck und gaben um 2,8 Prozent auf 248 Zloty nach, Bank Zachodni verloren 0,6 Prozent auf 139,80 Zloty.

Auch die Rohstoffwerte wurden von den Anlegern gemieden. So schlossen Kghm 4,0 Prozent tiefer bei 84 Zloty und PKN Orlen gaben 1,6 Prozent auf 29,32 Zloty ab.

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