Aktien Tokio
Zinsangst belastet Asiens Börsen

Die schwachen Vorgaben von der Wall Street und erneut aufgeflammte Zinsängste in den USA haben die asiatischen Aktienmärkte am Mittwoch belastet. Der Nikkei rutschte zeitweise sogar unter die psychologisch wichtige Marke von 15 000 Punkten. Vor allem Exportwerte und Aktien von Technologiefirmen gaben nach.

HB TOKIO/SINGAPUR. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,88 Prozent tiefer bei 14 886 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index fiel um 1,41 Prozent auf 1527 Punkte. Auch alle anderen asiatischen Börsen lagen im Minus.

Vor allem Exportwerte und Aktien von Technologiefirmen gaben nach. Hintergrund sind die Befürchtungen der Anleger, dass eine weitere Zinserhöhung in den USA den Konsum in der weltgrößten Volkswirtschaft abbremsen könnten. Sie ist zugleich der größte Exportmarkt der asiatischen Unternehmen.

"Am Tokioter Markt war in den vergangenen Tagen wieder etwas Vertrauen gewachsen", sagte Kenichi Hirano von Tachibana Securities, "nach dem deutlichen Kursrückgang bei den US-Aktien am Vortag kamen aber auch wieder Zweifel auf, ob wir uns nicht auf einen weiteren Fall einstellen müssen." Koichi Ogawa von Daiwa SB Investments begründete die Skepsis der Anleger damit, dass die Fed vermutlich noch länger an ihrer Zinserhöhungspolitik festhalten werde.

Bridgestone belastet Nikkei

In Tokio drückte zudem Bridgestone den Nikkei. Der Reifenhersteller hatte am Vortag seine Gewinnerwartungen für das laufende Jahr um 35 Prozent reduziert. Das Unternehmen gab drastisch gestiegene Rohstoffpreise als Grund dafür an. Bridgestone-Papiere fielen um 4,25 Prozent. Auch die Aktien des Konkurrenten Toyo Tire & Rubber Co. Ltd. gaben um 4,45 Prozent nach.

Zu den großen Verlierern gehörten auch Exportwerte wie Autohersteller und Elektronikfirmen. Toyota-Aktien gaben um 1,89 Prozent, die von Honda um 2,49 Prozent nach. Anteilsscheine des Chipausrüsters Advantest fielen um 1,6 Prozent.

Vor der mit Spannung erwarteten Sitzung der US-Notenbank Fed hat sich der Euro am Mittwoch in Fernost kaum verändert gezeigt. Ein Euro wurde mit 1,2574 Dollar bewertet nach 1,2575 Dollar im späten New Yorker Handel. Der Dollar wurde mit 116,26 Yen gehandelt nach 116,23 Yen in den USA.

Allgemein wird erwartet, dass die Fed auf ihrer am Mittwoch beginnenden zweitägigen Sitzung die Zinsen auf 5,25 Prozent nach bislang 5,00 Prozent erhöht. Besondere Aufmerksamkeit gilt daher den Erläuterungen der Notenbanker, die auf die weitere Zinsentwicklung schließen lassen.

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