Aktien
Überwiegend Verluste in Osteuropa

Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes haben am Freitag zum Teil deutlich im Minus geschlossen. Händler verwiesen auf die negative Stimmung an den internationalen Leitbörsen.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes haben am Freitag zum Teil deutlich im Minus geschlossen. Händler verwiesen auf die negative Stimmung an den internationalen Leitbörsen. Enttäuschende US-Arbeitsmarkt- und Industriedaten schürten dort Sorgen, dass sich die Wirtschaftserholung verzögern könnte.

WIG-20 Sackt UM Fast FÜNF Prozent AB

Der Warschauer WIG-20 sackte um 4,95 Prozent auf 2 144,13 Zähler ab. Für den breiter gefassten WIG-Index ging es um 3,00 Prozent auf 37 045,62 Punkte nach unten. Die Anteilsscheine des Softwareentwicklers Asseco rutschten ungeachtet einer positiven Nachricht um 6,73 Prozent auf 61,0 Zloty ab. Das Unternehmen vermeldete einen Neuauftrag in der Höhe von 120 Mill. Zloty (40,9 Mill. Dollar).

Zur Bank Pekao gab zwar es eine positive Analysteneinschätzung Dennoch fielen die Titel um 3,77 Prozent auf 148,20 Zloty. Die Experten von Nomura hatten ihr Votum für das polnische Finanzhaus auf "Buy" angehoben.

Papiere von PKO aber stiegen um 2,47 Prozent auf 31,59 Zloty. Die größte polnische Bank will mit der Emission von 250 Mill. neuen Aktien 4,9 Mrd. Zloty (1,6 Mrd. Euro) an frischem Kapital einnehmen, wurde am Donnerstagabend bekannt. Das Institut legte den Emissionspreis je Aktie auf 20,5 Zloty fest. Analysten zeigten sich in ihren Preiserwartungen bestätigt. An der Bank hält der polnische Staat die Mehrheit.

Prager BÖRSE Geht Sehr Schwach AUS DEM Handel

Der tschechische Leitindex PX fiel um 3,21 Prozent auf 1 115,90 Punkte. Starken Verkaufsdruck gab es im Finanzsektor zu beobachten. Papiere der Erste Group Bank verloren 5,03 Prozent auf 698,50 Kronen, Komercni Banka verbuchten einen Kursabschlag von 2,41 Prozent auf 3 402,00 Kronen. Neben einer schlechten Sektorstimmung wurde das Bankhaus von einer Abstufung belastet. Die Nomura-Analysten revidierten ihr Anlagevotum von "Buy" auf "Neutral".

Auch zur Erste Group wurde eine neue Analsteneinschätzung publik. Die Aktienexperten von CA Cheuvreux hatten in ihrer jüngsten Studie die Anlageempfehlung "Underperform" bestätigt. Das Sechs-Monats-Kursziel von 29 Euro behielten sie ebenfalls unverändert bei und sehen positive Auswirkungen einer kolportierten Kapitalerhöhung in Höhe von einer Milliarde Euro.

Unter den weiteren Schwergewichten fielen die Anteilsscheine des Energieriesen Ceske Energeticke Zavody (CEZ) um 2,77 Prozent auf 912,0 Kronen. Unipetrol (minus 2,86 Prozent auf 134,25 Kronen) standen ebenfalls auf den Verkaufslisten der Investoren weit oben.

BUX Schliesst Schwach

In Budapest sank der Leitindex BUX um 1,78 Prozent auf 19 956,28 Punkte. Unter Druck standen die Finanztitel. FHB Land Credit & Mortgage Bank fielen um 2,36 Prozent auf 1 279 Forint und OTP Bank mussten ein Kursminus von 1,97 Prozent auf 5 200 Forint verbuchen.

Die Anteilsscheine des Öl- und Gaskonzerns Magyar Olay es Gazipari (Mol) verbilligten sich um 4,24 Prozent auf 14 650 Forint. Angesichts der negativen Marktstimmung konnte zum Wochenschluss auch eine positive Analysteneinschätzung nicht unterstützten. Die Erste Group hatte die MOL-Aktie in ihrem "CEE Öl & Gas Sektorreport" weiterhin als "Kaufgelegenheit" eingestuft und bewerten die Titel aktuell mit "Akkumulieren" mit einem Kursziel von 18 200 Forint.

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