Aktien
US-Börsen schließen mit leichten Kursverlusten

Die US-Börsen sind am Montag mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Der sinkende Ölpreis belastete die Aktien von Energiekonzernen. Zudem wuchs unter Investoren die Befürchtung, dass sich die Gewinne der Technologieunternehmen abschwächen. Diverse Übernahme- und Fusionspläne verhinderten allerdings allzu hohe Verluste.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 0,03 Prozent im Minus bei 12 .441 Punkten. Im Handelsverlauf erreichte er ein Allzeithoch bei 12 490 Zählern, das Tief lag bei 12 428 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab 0,32 Prozent auf 1 422 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,88 Prozent auf 2 435 Punkte.

Seit der vergangenen Woche sei die Vorsicht der Anleger gestiegen, sagte Hugh Johnson von Johnson Illington Advisors. „Die Wahrheit ist, dass der Markt wohl überbewertet ist, und das wissen die schlauen Investoren.“ An der Nasdaq gaben die Google-Aktien 3,64 Prozent auf 462,80 Dollar nach. Das „Wall Street Journal“ hatte zuvor berichtet, das Gewinnwachstum des Suchmaschinenbetreibers sei ins Stocken gekommen.

Angesichts des immer noch relativ niedrigen Zinsniveaus und der jüngsten Kursgewinne auf dem Aktienmarkt ist die Kauflust der Konzerne zuletzt gestiegen. Zudem sind immer häufiger Privatinvestoren auch an großen Übernahmen beteiligt. Seit Sonntag wurden weltweit Fusionen und Übernahmen mit einem Volumen von mindestens 82 Milliarden Dollar angekündigt. „Ich sehe keinen Grund, dass sich daran so schnell etwas ändert“, sagte Brian Sterling von Sandler O'Neill & Partners.

So will der Pharmagroßhändler Express Scripts den Konkurrenten Caremark RX für etwa 26 Milliarden Dollar kaufen und damit zum weltgrößten Unternehmen der Branche aufsteigen. Die Caremark-Titel stiegen um 10,5 Prozent auf 55,58 Dollar, Express-Aktien schlossen um 1,91 Prozent im Plus bei 69,97 Dollar. Voraussetzung für den Kauf ist allerdings, dass der Rivale CVS sein Gebot zurückzieht, was CVS ablehnte. Die CVS-Papiere gaben 1,67 Prozent auf 30,01 Dollar nach.

Die Finanzinvestoren Apollo Management und Texas Pacific Group sollen Informationen von mit der Situation vertrauten Personen zufolge kurz vor der Übernahme des Kasinobetreibers Harrah's Entertainment für 16,7 Milliarden Dollar stehen. Die Investoren sollen zuvor ihr Gebot noch einmal deutlich erhöht haben, hieß es. Harrah's betreibt mehr als 40 Spielkasinos, darunter auch das berühmte Caesars. Die Aktien stiegen um 3,37 Prozent auf 82,18 Dollar.

Die Aktien des Ölkonzerns Exxon Mobil gehörten mit einem Minus von 2,32 Prozent auf 75,51 Dollar zu den größten Verlierern im Dow Jones. Der Ölpreis war zuvor angesichts des warmen Wetters in den USA und der damit verbundenen geringeren Nachfrage nach Heizöl deutlich zurückgegangen. Das Barrel (159 Liter) kostete 62,24 Dollar, das ist gut ein Dollar weniger als am Vortag.

An der New York Stock Exchange wechselten etwa 1,5 Milliarden Aktien den Besitzer. 1 115 Werte legten zu, 2



217 gaben nach und 155 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,92 Milliarden Aktien 960 im Plus, 2 126 im Minus und 110 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 1/32 auf 100-8/32. Sie rentierten mit 4,593 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 1/32 auf 96-19/32 und hatten eine Rendite von 4,716 Prozent.

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