Aktien
US-Häuserdaten belasten Europas Börsen

Die europäischen Aktienmärkte haben am Freitag größtenteils Verluste verzeichnet. Weitaus schlechter als erwartet ausgefallene Daten zu den Verkäufen neuer Häuser schürten in der vorletzten Handelssitzung im Börsenjahr 2007 von neuem die Sorge über die Immobilienkrise in den USA, sagten Börsianer. Zudem seien die Anleger angesichts der politischen Situation in Pakistan verunsichert, der Ölpreis stieg auf ein neues Monatshoch.

HB PARIS/LONDON. Der europäische Leitindex Eurostoxx 50 erholte sich zum Schluss etwas von seinen Verlusten und schloss unverändert bei 4 404,64 Zählern. Im Wochenvergleich entspricht das einem leichten Plus von rund 0,46 Prozent. Der auch Schweizer und britische Werte umfassende Stoxx 50 gab 0,45 Prozent auf 3 683,25 Punkte ab. Der Euronext 100 verlor 0,05 Prozent auf 996,73 Zähler. In Paris ging der CAC 40 ebenfalls unverändert mit 5 627,25 Zählern aus dem Handel. Der Londoner Ftse 100 gab 0,32 Prozent auf 6 476,90 Zähler ab.

Einige Ölwerte profitierten von dem neuen Monatshoch des Ölpreises. Am Donnerstag war der Ölpreis nach Veröffentlichung der US-Lagerbestandsdaten deutlich über 97 Dollar gestiegen. Börsianer verwiesen auch auf den Tod der pakistanischen Oppositionsführerin Benazir Bhutto als Gefahr für die politische Stabilität Pakistans, die den Kurs hochgetrieben habe. Total gewannen 0,67 Prozent auf 56,72 Euro, Repsol -YPF legten um 0,41 Prozent auf 24,38 Euro zu. Eni stiegen um 0,20 Prozent auf 25,05 Euro. In London kletterte "Footsie"-Neuling Cairn Energy 3,00 Prozent auf 3 056,82 Pence.

HSBC Holdings verloren 0,59 Prozent auf 844,50 Pence. Einem Bericht des "Wall Street Journals" zufolge prüft die britische Bank den Notverkauf von Sparten und Konzerntöchtern. HSBC könnte demnach ihr 13 Mrd. Dollar schweres Autokreditgeschäft ganz oder teilweise verkaufen.

Alcatel -Lucent waren der schwächste Wert im Eurostoxx 50 mit minus 2,73 Prozent auf 4,98 Euro. Händlern zufolge wurde der Titel aus den Portfolios einiger Anleger gestrichen. Der Telekomausrüster war 2007 der größte Verlierer in dem europäischen Leitindex, mit einem Minus von 54,13 Prozent über das gesamte Jahr gerechnet. Gewinner auf Jahresfrist war im Eurostoxx 50 der Handyhersteller Nokia .

In Mailand stiegen Aktien von Alitalia nach einer kurzen Aussetzung vom Handel um 8,29 Prozent auf 0,810 Euro. Der italienische Wirtschafts- und Finanzminister Tommaso Padoa-Schioppa hatte sich für exklusive Gespräche zwischen der maroden Airline und der Fluggesellschaft Air France -KLM ausgesprochen. Titel von Air France gewannen an der Pariser Börse 1,62 Prozent auf 23,85 Euro.

Heineken -Papiere gewannen in Amsterdam 0,32 Prozent auf 44,26 Euro. Der Braukonzern kauft die Syabar Brewing Company für eine nicht genannte Summe. Analysten äußerten sich positiv zu dem Geschäft. Heineken sei bereits einer größten Brauer in Zentral- und Osteuropa gewesen und stärke seine Position nun weiter.

Aktien von ING Groep verloren 0,26 Prozent auf 26,78 Euro. Das Unternehmen verkauft den Rückversicherer NRG NV für etwa 300 Mill. Euro an Berkshire Hathaway . Der Verkauf ist ein Teil der Strategie von ING, sich auf seine Kernbereiche Versicherungen, das Bank- und das Asset-Management-Geschäft zu konzentrieren.

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