Aktien
US-Konjunkturdaten treiben Europas Börsen

Die wichtigsten europäischen Aktienindizes haben am Donnerstag getrieben von überraschend positiven US-Konjunkturdaten überwiegend fest geschlossen. So waren die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der abgelaufenen Woche überraschend deutlich gesunken.

dpa-afx PARIS/LONDON. Die wichtigsten europäischen Aktienindizes haben am Donnerstag getrieben von überraschend positiven US-Konjunkturdaten überwiegend fest geschlossen. So waren die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der abgelaufenen Woche überraschend deutlich gesunken. Am Freitag wird dann der mit Spannung erwartete Arbeitsmarktbericht für den abgelaufenen Monat veröffentlicht. Die Entscheidungen der Europäischen Zentralbank und der Bank of England, die Zinssätze unverändert zu belassen, hätten den Markt zusätzlich unterstützt, sagten Händler.

Der Eurostoxx 50 ging mit plus 1,09 Prozent auf 2 793,44 Zähler aus dem Handel. In Paris legte der CAC-40-Index um 1,05 Prozent auf 3 708,73 Punkte zu. Der Londoner Ftse 100 stieg um 0,35 Prozent auf 5 125,64 Zähler.

BNP Paribas gehörten mit einem Aufschlag von 3,29 Prozent auf 54,36 Euro zu den besten Werten im Eurostoxx 50. Die französische Großbank profitiert weiter vom starken Investmentbanking. Unter Analysten kamen die Zahlen zum dritten Quartal gut an. Das seien sehr gute Ergebnisse, urteilten etwa die Experten der Citigroup und der Deutschen Bank.

Telecom Italia kletterten um 2,14 Prozent auf 1,143 Euro. Der italienische Telekomkonzern bleibt trotz eines Umsatzrückgangs in den ersten neun Monaten bei seinen Jahreszielen. Der Gewinn war im selben Zeitraum leicht gestiegen. Zudem verkauft das Unternehmen seine deutsche Tochter Hansenet an die spanische Telefonica für 900 Mill. Euro. Telefonica-Papiere beendeten den Handel 1,67 Prozent höher bei 19,195 Euro.

Unilever hingegen rutschten mit einem Abschlag von 1,25 Prozent auf 20,54 Euro auf den letzten Indexplatz. Der britisch-niederländische Konsumgüterkonzern hatte zwar im dritten Quartal die Erwartungen von Analysten übertroffen und bleibt trotz Wirtschaftskrise auf Wachstumskurs. Bereits in den Wochen vor der Zahlenvorlage sei der Kurs in Erwartung guter Ergebnisse bereits stark gestiegen, hieß es von Experten zur Erklärung der Kursentwicklung.

In Zürich rutschten Zurich Financial Services mit einem Abschlag von 3,79 Prozent auf 228,50 Schweizer Franken auf den letzten Platz im SMI . Der schweizerische Versicherer hatte trotz eines kräftigen Gewinnsprungs im dritten Quartal die Erwartungen der Experten verfehlt. Schuld seien Mehrkosten für Absicherungsgeschäfte, hieß es. In London büßten Old Mutual 1,89 Prozent auf 108,90 Britische Pence ein. Der Versicherer hatte zwar besser als erwartet ausgefallene Umsätze im dritten Quartal veröffentlicht, verwies aber zugleich auf das weiterhin vorsichtige Verhalten seiner Kunden und die stark volatilen Marktkonditionen.

In London rutschten Cable & Wireless mit einem Minus von 6,15 Prozent auf 138,90 Pence mit deutlichem Abstand auf den letzten Platz im Ftse 100 . Der Telekom-Konzern hatte seine Jahresgewinnziele gekappt. Invensys verloren 3,11 Prozent auf 284,394 Pence. Der auf Prozessautomatisierung spezialisierte Technologiekonzern hatte schwache Auftragszahlen gemeldet.

Rohstoffwerte zählten wegen der schwächeren Metallpreise ebenfalls zu den größten Verlierern. So sackten Vedanta um 2,10 Prozent auf 2 242,00 Pence ab, obwohl der Rohstoffkonzern mit seinen Halbjahreszahlen die Erwartungen übertroffen hatte und erste Zeichen der Erholung sieht.

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