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US-Quartalszahlen belasten europäische Börsen

Die europäischen Börsen sind am Mittwoch mit deutlichen Verlusten aus dem Handel gegangen. Schwache US-Quartalszahlen belasteten die Börsen, ebenso wie die Aufgabe zweier Hedgefonds von Bear Stearns wegen der Krise auf dem US-Immobilienmarkt.

dpa-afx PARIS/LONDON. Die europäischen Börsen sind am Mittwoch mit deutlichen Verlusten aus dem Handel gegangen. Schwache US-Quartalszahlen belasteten die Börsen, ebenso wie die Aufgabe zweier Hedgefonds von Bear Stearns wegen der Krise auf dem US-Immobilienmarkt. Übernahmespekulationen sorgten für Bewegung bei Einzelwerten.

Der europäische Leitindex Eurostoxx 50 fiel um 1,46 Prozent auf 4 472,22 Zähler. Der Stoxx 50 , der auch Schweizer und britische Werte umfasst, gab um 1,43 Prozent auf 3 925,29 Punkte nach. Der Euronext 100 stand mit 1,31 Prozent auf 1 059,25 Zähler im Minus. In Paris verlor der CAC 40 1,69 Prozent auf 5 995,97 Punkte. Für den Ftse 100 ging es um 1,14 Prozent auf 6 583,00 Punkte nach unten.

Im Eurostoxx gab es keine Kursgewinner. Zu den Titeln mit den geringsten Verlusten gehörten ABN Amro Holding mit einem Minus von 0,30 Prozent auf 37,01 Euro. Die Übernahmefantasie um den niederländischen Finanzkonzern reißt nicht ab. Einem Bericht der "Financial Times" zufolge wird Barclays das aktuelle Angebot für die Niederländer am Ende der Frist, am kommenden Montag, vorlegen. Zudem wolle die britische Bank die Offerte später mit einer Barkomponente versüßen.

Größte Tagesverlierer waren dagegen die Aktien von PSA Peugeot Citroen und Renault mit Verlusten von 3,05 Prozent auf 61,69 Euro und 62,80 Prozent auf 112,50 Euro. Händler verwiesen auf Gewinnmitnahmen, nachdem beide Titel in den vergangenen Tagen besser als der Markt abgeschnitten hätten. Ähnlich deutliche Verluste verzeichnete Accor mit einem Minus von 2,95 Prozent auf 68,10 Euro. Der Hotelkonzern hatte enttäuschende Halbjahreszahlen vorgelegt.

Auf der anderen Seite rutschten Getronics > um 18,53 Prozent auf 5,32 Euro ab. Die Übernahmegespräche mit einer ungenannten US-Firma seien abgebrochen worden. Gründe nannte der niederländische IT-Dienstleister nicht, auch wollte sich eine Sprecherin nicht dazu äußern, ob sich Getronics in anderen Übernahmeverhandlungen befindet. "Das sind klar negative Nachrichten", sagte Petercam-Analyst Luuk van Beek. Auch wenn andere Unternehmen an Getronics interessiert seien, sei zu wenig Zeit zwischen der Interessenbekundung aus den USA und dem Abbruch der Gespräche vergangen, um andere mögliche Investoren in Zugzwang zu bringen.

Heineken sprangen mit plus 7,56 Prozent auf 46,07 Euro nach oben und entzogen sich somit dem allgemeinen Trend. Der Getränkehersteller rechnet nach einer Prognose für das organische Gewinnwachstum von bislang zehn bis 13 Prozent nun mit einem Plus von 20 bis 25 Prozent. Analysten und Händler äußerten sich durchweg positiv.

Altadis-Aktien stiegen ebenfalls um 0,83 Prozent auf 48,50 Euro. Imperial Tobacco Group hat ein Übernahmeangebot für den spanisch-französischen Tabakkonzern abgegeben. Imperial Tobacco biete 50 Euro je Altadis-Aktie in bar. Die Aktien des britischen Unternehmens stiegen in London um 1,54 Prozent auf 2 235,00 Pence.

In Mailand büßten Alitalia 4,00 Prozent auf 0,7 713 Euro ein. Die AP Holding des italienischen Geschäftsmanns Carlo Toto mit ihrer Flugtochter Air One ist aus dem Bieterverfahren für die italienische Fluggesellschaft ausgestiegen.

Größter Kursgewinner in London waren die Aktien von Kelda < , die um 2,13 Prozent auf 889,00 Pence zulegten. Merrill Lynch stufte die Aktien von "Neutral" auf "Buy" hoch, und Citigroup hob ihre Einschätzung von "Sell" auf "Hold".

Auf der Verliererseite stachen Aktien von Lonmin mit einem Minus von 3,60 Prozent auf 3 695,00 Pence hervor. Als Grund für die Verluste nannten Händler fallende Basismetall-Preise und die generelle Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung, die den gesamten Sektor belaste. Entsprechend gaben die Aktien von Anglo American um 3,85 Prozent auf 3 100,00 Pence nach, Kazakhmys verloren 2,82 Prozent auf 1 346,00 Pence und Vedanta büßten 2,26 Prozent auf 1 731,00 Pence ein.

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