Aktien
Verluste an Osteuropas Börsen

Die wichtigsten osteuropäischen Börsen haben am Dienstag mit Verlusten geschlossen. Händler begründeten dies mit dem international mehrheitlich schwachen Umfeld.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die wichtigsten osteuropäischen Börsen haben am Dienstag mit Verlusten geschlossen. Händler begründeten dies mit dem international mehrheitlich schwachen Umfeld.

Der Prager PX ging mit einem leichten Minus von 0,10 Prozent bei 1 092,20 Zählern aus dem Handel. Dank einer Aufholjagd im Schlusshandel konnte der Leitindex PX seine Verlust noch deutlich eingrenzen.

Während die Aktien der Komercni Bank unverändert bei 3 150 Kronen aus dem Handel gingen, verloren die Titel der Erste Group Bank trotz eines positiven Analystenkommentars 0,61 Prozent auf 656 Kronen. Nach Durchsicht der Ergebnisse zum zweiten Quartal hatten die Experten der Citigroup das Votum für die Aktien von "Hold" auf "Buy" angehoben.

Unter den Index-Schwergewichten gewannen die Aktien der Ceske Energeticke Zavody (CEZ) 0,71 Prozent auf 987 Kronen. Die Anteilsscheine von Telefonica O2 gaben um 0,41 Prozent auf 488 Kronen nach. Größter Gewinner im Leitindex waren Pegas Nonwovens mit einem Aufschlag von 3,42 Prozent auf 393 Kronen. Dahinter folgten Cetv mit einem Plus von 2,53 Prozent auf 409,90 Kronen.

In Budapest verlor der Leitindex BUX 1,07 Prozent auf 17 688,21 Punkte. Im Fokus der Investoren standen die Pharmawerte von Richter Richter Gedeon. Im vergangenen zweiten Quartal konnte das Unternehmen seinen Überschuss gegenüber der Vorjahresperiode mehr als verdoppeln. Unter dem Strich verdiente Richter Gedeon 6,23 Mrd. Forint und übertraf somit die Erwartungen der Analysten. Die Aktien verloren dennoch 2,09 Prozent auf 37 105 Forint.

Die Ölwerte von Magyar Olay es Gazipari (Mol) verbilligten sich um 1,06 Prozent auf 13 950 Forint. Das Unternehmen gab bekannt, dass der MOL-Vizepräsident Zoltan Aldott am Montag 6 254 MOL-Anteilsscheine zu einem Durchschnittspreis von 14 000 Forint verkauft hatte. Aldottt hält noch 80 000 MOL-Aktien.

Der Warschauer WIG-20 verlor 1,22 Prozent auf 2 132,27 Zähler. Der breiter gefasste WIG-Index gab um 0,90 Prozent auf 35 363,92 Einheiten nach.

Deutlich unter Druck gerieten die Aktien von Pekao , die Bankwerte schlossen mit einem Abschlag von 4,5 Prozent bei 137,50 Zloty. Zur Begründung der Verluste verwiesen Marktbeobachter auf eine Ankündigung der polnischen Behörden. Um das Budgetdefizit einzudämmen, wird der polnische Staat seinen Anteil von 10,4 Mill. Aktien oder 3,95 Prozent verkaufen. Daneben teilte die Unicredit-Tochter mit, dass der Überschuss im ersten Halbjahr um 40 Prozent gegenüber den Vorjahr gefallen ist. Pekao hatte seine Risikovorsorge für Kredite gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt.

Angaben des Finanzministeriums zufolge wird sich der Staat bis zum Jahresende auch von den anderen Beteiligungen, wie an der Bank Zachodni oder der Telekomunikacja Polska trennen. Titel von Bank Zachodni verloren 3,8 Prozent auf 124,10 Zloty und Telekomunikacja-Polska-Anteilsscheine gaben um 0,6 Prozent auf 14,91 Zloty nach.

Bei der größten polnischen Bank, der halbstaatlichen Bank Polski, gab der Vorstand bekannt, dass die geplante Aktien-Neuemission, die der Bank fünf Mrd. Zloty an frischem Kapital bringen soll, von Ende Oktober auf Anfang Oktober vorgezogen werden soll. Darüber wird letztendlich die Hauptversammlung am 31. August entscheiden. Die Werte verloren 2,0 Prozent auf 32,60 Zloty.

Nach den deutlichen Vortagesgewinnen gerieten die Ölwerte am Berichtstag unter Abgabedruck. Polski Koncern Naftowy (PKN) Orlen gaben um 2,1 Prozent auf 28,20 Zloty nach und Lotos sanken um 0,8 Prozent auf 23,25 Zloty.

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