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Wall Street belastet Börse in Zürich

Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Montag knapp im Minus beendet. Zuvor hatte ein reges Auf und Ab das Marktgeschehen geprägt: Nach einem negativen Start ging es gegen Mittag ins Plus - ohne dass Händler einen konkreten Grund am eher nachrichtenarmen Tag ausmachen konnten.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Montag knapp im Minus beendet. Zuvor hatte ein reges Auf und Ab das Marktgeschehen geprägt: Nach einem negativen Start ging es gegen Mittag ins Plus - ohne dass Händler einen konkreten Grund am eher nachrichtenarmen Tag ausmachen konnten. Sie verwiesen auf ein allgemein freundliches Umfeld und die positiven US-Futures. Am Nachmittag belastete jedoch die Wall Street die Indizes in der Schweiz.

Im weiteren Verlauf konnte sich der SMI nur kurz aus dem Minus herausarbeiten. Die Volumen seien relativ dünn gewesen, hieß es. Insgesamt habe der Aktienmarkt heute viel Eigendynamik gezeigt, meinte ein Händler. Wichtige Impulse von Unternehmens- und Konjunkturseite waren Mangelware.

Bei Börsenschluss sank der SMI um 4,53 Punkte oder 0,06 Prozent auf 7 231,40 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) verlor 0,03 Prozent auf 1 078,63 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI ) 0,09 Prozent auf 6 049,25 Punkte.

Unter den Titeln im SMI und SLI rückten UBS (+1,8 Prozent auf 22,46 Franken) zum Schluss bis an die Tabellenspitze vor. Der Großbank steht nach Aussagen des Verwaltungsrats-Präsidenten Peter Kurer in der Wochenendpresse eine "radikale Transformationsphase" bevor. Bis 2009 soll die UBS wieder schwarze Zahlen schreiben. Credit Suisse (-0,5 Prozent auf 51,25 Franken) schlossen dagegen mit roten Vorzeichen, Julius Bär (-0,4 Prozent auf 68,70 Franken) ebenfalls. Am Morgen hatten Spekulationen um weitere Verluste bei Lehman Brothers im Bankensektor für Druck gesorgt, am Nachmittag gerieten die Finanzwerte in den USA weiter unter die Räder.

Darüber hinaus legten auch Clariant (+1,4 Prozent auf 10,04 Franken) und Ciba (+1,3 Prozent auf 31,90 Franken) überdurchschnittlich zu.

Bei den Anlegern gefragt waren ferner Swatch (+1,3 Prozent auf 261 Franken). Bereits am Freitag hatten die Aktien von gut aufgenommenen Halbjahreszahlen profitiert, am Montag war im Markt von Anschlusskäufen die Rede.

Holcim (+0,8 Prozent auf 79,45 Franken) waren ebenfalls gefragt. Das Unternehmen konnte einen Medienbericht, wonach Venezuela mit der Übernahme lokaler Zementbetriebe von Holcim und Lafarge begonnen hat, nicht bestätigen. "Die Verhandlungen mit der venezolanischen Regierung dauern noch immer an", so ein Holcim-Sprecher.

Swiss Life (+1,0 Prozent auf 240,60 Franken) beendeten die Talfahrt der Vorwoche. Auch Baloise (+1,1 Prozent auf 106,10 Franken) notierten fester. Auf Swiss Re (-1,2 Prozent auf 68,45 Franken) und ZFS (-0,5 Prozent auf 283,50 Franken) lastete hingegen die beginnende Hurrikan-Saison in den USA.

Von den Index-Schwergewichten litten Nestle (unverändert bei 49,80 Franken) unter einer Gewinnwarnung des US-Mitbewerbers Hershey. Novartis (-0,2 Prozent auf 61,75 Franken) mussten Einbußen hinnehmen. Ein kritischer Artikel in einem US-Fachmagazin zum Medikament Fty720 drückte bei den Anlegern auf die Stimmung. Noch stärkere Verluste gab es bei Roche (-0,9 Prozent auf 187,30 Franken). Das Unternehmen hatte die erneute Klage gegen mehrere Generikahersteller wegen des Osteoporosemittels Bonviva in den USA bestätigt.

Adecco schlossen am Tabellenende 1,6 Prozent leichter bei 50,05 Franken. Das Unternehmen hatte sein Interesse am britischen Fachkräftevermittler Michael Page bekräftigt. Eine freundliche Übernahme bleibe vorrangiges Ziel, so der Personaldienstleister, der sich alle Optionen offen halten will.

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