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Wiener ATX gewinnt 8,6 Prozent mit Schlussspurt

Die Wiener Börse hat am Dienstag an die deutlichen Vortagesgewinne anschließen können und die Sitzung bei hohem Volumen mit klaren Kursgewinnen beendet. Für Aufsehen sorgten die Kurssprünge bei den heimischen Blue-Chips in der Schluss-Auktion.

dpa-afx/apa WIEN. Die Wiener Börse hat am Dienstag an die deutlichen Vortagesgewinne anschließen können und die Sitzung bei hohem Volumen mit klaren Kursgewinnen beendet. Für Aufsehen sorgten die Kurssprünge bei den heimischen Blue-Chips in der Schluss-Auktion. Der Austrian-Traded-Index (ATX) zog zuletzt kräftig nach oben und und schloss um 8,61 Prozent fester bei 1 797,86 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 110 Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 1 688 Punkten.

Nach weitgehend freundlichem Verlauf zogen einige Titel in einer außergewöhnlich lange dauernden Schluss-Auktion kräftig nach oben. Der ATX baute seine Zugewinne in der sprichwörtlich letzten Handelsminute vorerst nachrichtenlos massiv von rund zwei auf deutlich über acht Prozent aus.

Vor allem die heimischen Indexschwergewichte fanden sich auf den Einkaufslisten der Investoren. Bei einigen Titeln wurde zu Handelsschluss bis zu ein Drittel des Tagesumsatzes gehandelt, hieß es von einem Marktteilnehmer. Ob es sich um "Bestens-Order" handelte oder ob Fonds am Werk waren, blieb vorerst offen. Andere Marktteilnehmer verwiesen auf mögliche Auswirkungen durch Umstellungen in den Msci-Indexfamilien.

Die Bankwerte zählten zu den größten Gewinnern. So schlossen Raiffeisen um 10,83 Prozent fester bei 19,95 Euro (778 399 Stück) und Erste Group konnten einen Kursanstieg um 14,75 Prozent auf 17,50 Euro (1 136 603 Stück) verbuchen.

Voestalpine gewannen 9,22 Prozent auf 15,88 Euro (1 283 439 Stück) und OMV legten 10,24 Prozent auf 19,70 Euro (1 394 437 Stück) zu. Telekom Austria konnten sich um 11,06 Prozent auf 11,25 Euro (1 783 579 Stück) steigern.

Immoeast Immobilien Anlagen rutschten um 25,00 Prozent auf 0,30 Euro (16 459 292 Stück) ab. Immofinanz Immobilien Anl. mussten einen Kurseinbruch um 47,83 Prozent auf 0,36 Euro (16 438 306 Stück) hinnehmen. Die Wirtschaftspolizei hat am Dienstag Durchsuchungen in Büros der Immofinanz und Immoeast sowie Constantia Bank durchgeführt. Im Zentrum stehe der Verdacht auf Bilanzfälschung bei der Constantia Bank, hieß es.

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