Aktien
Zürich: Banken geben Ton an

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt schloss zum Wochenauftakt etwas fester, musste jedoch am Nachmittag einen Großteil seiner Gewinne preisgeben. Dabei bestimmten vor allem die Banken die Richtung, während die Pharmaaktien dem Markt die Unterstützung entzogen.

Die Stimmung am Markt war freundlich, aber im Vorfeld der Berichtssaison mehrheitlich impulslos, sagten Marktteilnehmer. Neues Leben dürften die Halbjahreszahlen bringen.

Der SMI schloss am Montag 0,35 Prozent höher bei 9 296,43 Stellen, der letzte Woche neu lancierte Swiss Leader Index (SLI) gewann 0,46 Prozent auf 1 432,76 Stellen. Der breiter gefasste SPI rückte um 0,34 Prozent auf 7 596,14 Stellen vor.

Dem SMI halfen die Bankenwerte zum kleinen Plus, wenngleich auch sie von ihren Höchstständen zurückkamen. UBS stiegen um 0,4 Prozent auf 74,70 Schweizer Franken. Nach dem abrupten Abgang von UBS-Konzernchef Peter Wuffli blieben trotz intensiver Berichterstattung und Beschwichtigungsversuchen des Verwaltungsratspräsidenten Marcel Ospel viele Fragezeichen, hieß es im Handel. Die Fantasien seien vor allem durch die Wochenendpresse noch angeheizt worden, meinte der Händler.

Im Fahrwasser von UBS legten Credit Suisse um 0,6 Prozent auf 89,30 Franken und Julius Bär um 0,6 Prozent auf 88,20 Franken zu.

Lange Zeit wurde der SMI auch von Nestle (+0,2 Prozent auf 472,50 Franken) gestützt, die Aktien des Nahrungsmittelmultis büßten gegen Handelsende ihre Gewinne aber wieder ein. Marktbeobachter verwiesen auf die Meldung Nestles, neue Aktienrückkäufe würden, falls sie beschlossen werden, "zu gegebener Zeit" kommuniziert. Da habe wohl so mancher darauf gehofft, Nestlewerde die früheren Aussagen revidieren und ein neues Programm versprechen, hieß es.

Auf der anderen Seite standen die defensiven Pharmawerte nicht in der Gunst der Anleger - trotz positiver Nachrichten. Novartis (-0,4 Prozent auf 67,25 Franken) hat von der US-Gesundheitsbehörde FDA die Zulassung für ihr "Exelon Patch" erhalten. Roche (+0,2 Prozent auf 219,30 Franken) ist mit der amerikanischen Alnylam Pharmaceuticals Inc eine größere Partnerschaft eingegangen.

Mit deutlichen Kursgewinnen von 2,1 Prozent auf 430,25 Franken gingen Swisscom aus dem Tag. Der Telekomanbieter hat seinen Outsourcing-Vertrag mit der Securitas Gruppe erweitert; das zusätzliche Leistungspaket umfasst ein Umsatzvolumen in einstelliger Millionenhöhe.

Syngenta (+ 1,2 Prozent auf 247,20 Franken) profitierten vom Kauf des israelischen Gemüsesaatgutanbieters Zeraim für rund 95 Mill. Dollar. Analysten werten die Übernahme als "klein, aber strategisch sinnvoll". Richemont gewannen 1 Prozent auf 74,60 Franken.

Im SLI standen Petroplus (-1,7 Prozent auf 124,60 Franken) unter Druck. Die Analysten der UBS haben das Anlagerating für die Titel zurückgestuft.

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