Aktien
Zürich behauptet sich knapp

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Montag knapp behauptet geschlossen. Über weite Strecken des Handelstages bewegte sich der Standardwerte-Index im Minus. "Im Einklang mit dem Abschwächen des Wirbelsturms Gustav, erholten sich die Titel", sagte ein Händler.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat am Montag knapp behauptet geschlossen. Über weite Strecken des Handelstages bewegte sich der Standardwerte-Index im Minus. "Im Einklang mit dem Abschwächen des Wirbelsturms Gustav, erholten sich die Titel", sagte ein Händler. Auch die Futures auf Rohöl gaben kräftig nach und verschafften der Aktienbörse Luft nach oben.

Der auf die US-Küste zurasende Wirbelsturm hatte insbesondere Versicherungstitel belastet. Der Hurrikan trifft jedoch offenbar weniger stark als zunächst befürchtet auf die amerikanische Küste am Golf von Mexiko. Das Nationale Hurrikan-Warnzentrum stufte den Tropensturm auf die Stärke zwei hinunter.

Marktbeobachter beschrieben das Geschehen am Markt als insgesamt ruhig, bei Einzeltiteln aber zum Teil volatil. Wegen des Feiertags "Labor Day" waren in den USA die Börsen geschlossen und entsprechend kamen aus Übersee keine Impulse von Unternehmens- oder Konjunkturseite.

Das Blue Chips Barometer (SMI ) sank um 0,15 Prozent oder um 10,99 auf 7 227,75 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) verlor um 0,14 Prozent auf 1 080,72 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI ) sank um 0,13 Prozent auf 6 054,18 Punkte. Schlusslicht unter den Blue-Chips waren zur Schlussglocke die Versicherungswerte, bei denen neben dem Wirbelsturm das vielfach magere Zahlenset vom ersten Halbjahr nachwirkte.

Am deutlichsten gaben Baloise (-1,2 Prozent auf 93,40 Franken) nach, gefolgt von ZFS (-1,0 Prozent auf 285,75 Franken). Die Bank Vontobel hat das Kursziel für Baloise auf 115 (127) Franken gesenkt, empfiehlt die Titel aber weiterhin zum Kauf. Swiss Re (+0,1 Prozent auf 68,00 Franken) erholten sich nach anfänglichen Abschlägen. Swiss Life (+0,4 Prozent auf 201,80 Franken) kamen trotz zweier negativer Studien von UBS und Merrill Lynch von ihren frühen Tiefständen zurück und schlossen im Plus.

Uneinheitlich zeigten sich die Banken. Julius Bär verloren 0,1 Prozent auf 67,25 Franken und UBS 0,9 Prozent auf 23,92 Franken. CS legten dagegen 0,6% auf 51,45 Franken zu. Während in den USA das zehnte Institut infolge der Finanzkrise Bankrott gegangen ist, sagt eine Studie der ING den europäischen Banken weiterhin schwierige Zeiten voraus. Abwärts ging es bei den Pharmatiteln. Novartis verloren 0,1 Prozent auf 61,50 Franken. Schlechter tendierten Roche (-0,5 Prozent auf 185,00 Franken).

Das Indexschwergewicht im SMI, Nestle , belasten den Gesamtmarkt leicht mit einem Kursminus von 0,1 Prozent auf 48,54 Franken. Gemäß Unterlagen zu einer Halbjahres-Roadshow in London will der Konzern in Zentral- und Osteuropa bis 2011 ein zusätzliches Umsatzvolumen von 1 Mrd. Franken erwirtschaften.

Adecco legten 0,9 Prozent auf 52,35 Franken zu. Analysten sprachen angesichts der angekündigten Übernahme der niederländischen DNC von einer "kleine Ergänzungsakquisition zu einem günstigen Preis". Der Personaldienstleister offeriert 12,25 Euro pro Aktie in bar oder insgesamt 56 Mill. Euro.

ABB (+0,8 Prozent auf 27,36 Franken) profitierten Händlern zufolge nicht nur von der möglichen Aufnahme in den viel beachteten DJ Stoxx 50 Index, welche sich heute Abend bestätigten könnte. Auch die Aufnahme in die "Europe-1"-Liste von Merrill Lynch gebe den Aktien Auftrieb, hieß es. Fester notierten Ciba (+4,9 Prozent auf 28,54 Franken) und Nobel Biocare (+2,0 auf 37,80 Franken).

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