Aktien Zürich
Börse Zürich schließt nach großem Verfall fester

Der Schweizer Aktienmarkt hat die Sitzung am Freitag mit einem klaren Plus beendet. Nach einem bereits freundlichen Beginn hat der SMI die frühen Gewinne im Handelsverlauf noch ausgebaut. Am Nachmittag stützten die positiv eröffnenden US-Börsen.

ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat die Sitzung am Freitag mit einem klaren Plus beendet. Nach einem bereits freundlichen Beginn hat der SMI die frühen Gewinne im Handelsverlauf noch ausgebaut. Am Nachmittag stützten die positiv eröffnenden US-Börsen. Getrieben wurde das ansonsten ereignisarme Geschehen vom großen Eurex-Verfall, der für eine gewisse Volatilität in den einzelnen Titeln sorgte. Mit einer Spanne von knapp 50 Punkten hielten sich die Ausschläge des SMI trotz einiger Richtungsänderungen aber in bescheidenen Grenzen.

Der SMI legte 0,83 Prozent auf 5 421,59 Punkte zu. Im Wochenvergleich ergab sich allerdings ein Minus von 1,8 Prozent. Der 30 Titel umfassende SLI stieg um 0,92 Prozent auf 815,39 Punkte und der SPI um 0,81 Prozent auf 4 671,34 Punkte.

Tagessieger Swatch Group legte 5,4 Prozent zu. Unterstützt wurde der Uhrenmacher durch eine Umstufung der ZKB auf "Übergewichten" von "Marktgewichten". Auch Richemont aufgestuft und legte an der Börse 2,2 Prozent zu.

Stark verbessert gingen auch Petroplus mit einem Plus von 4,4 Prozent und Synthes mit einem Gewinn von 4,3 Prozent aus dem Handel. Synthes profitierten von einem Kommentar von Bernstein Research. Gespräche mit amerikanischen Trauma-Chirurgen seien ermutigend verlaufen. Das Bankinstitut empfiehlt die Papiere weiterhin mit "Outperform" und einem 135 Franken lautenden Kursziel zum Kauf. Dies habe aggressive Käufe aus dem Ausland nach sich gezogen, hieß es im Handel.

Außerdem legten Holcim 3,7 Prozent zu, Clariant 3,3 Prozent, Nobel Biocare 2,8 Prozent und OC Oerlikon 2,4 Prozent. Nestlé beendeten den Handel mit einem Plus von 2,3 Prozent ebenfalls sehr fest. Die Meldung über einen Rückruf in den USA am Nachmittag vermochte das Papier kaum zu bewegen.

Zurich Financial Services (ZFS) zogen immerhin um ein Prozent an. Der Versicherer hatte am Morgen verlauten lassen, dass sich die Liquidität in den vergangenen Monaten weiter verbessert habe. ZFS sei bezüglich Bilanzschutz gut geführt, hieß es dazu bei der Bank Vontobel.

Aufgefallen sind am Nachmittag aber vor allem UBS mit einem Minus von 1,5 Prozent. Die Aktien waren am frühen Nachmittag binnen kürzester Zeit um beinahe einen Franken nach oben geschnellt und in die Gewinnzone geklettert. Im weiteren Verlauf des Nachmittags büßte der Titel die Gewinne aber wieder ein und fiel wieder in den roten Bereich.

Ausgelöst wurde der Sprung nach oben durch eine Meldung des Eidgenössischen Finanzdepartements, wonach mit den USA das revidierte Doppelbesteuerungsabkommen auf der Zielgerade sei. Die beiden Verhandlungsdelegationen in Washington hätten einen entsprechenden Vertragstext unterschrieben, hieß es. Dies könnte für die Lösung im Steuerkonflikt zwischen den USA und der Schweiz und im Streit um die Daten, welche die UBS herausrücken soll, wichtig sein, meinte ein Händler. Es sei allerdings noch keine definitive Entwarnung, zuerst müsse man die Details kennen.

Daneben schlossen einzig Swiss Re mit einem minus von 2,2 Prozent und Credit Suisse mit einem Minus von einem Prozent in der Verlustzone.

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