Aktien
Zürich schafft Sprung ins Plus

Die Schweizer Börse hat am Mittwoch mit einem kleinen Gewinn geschlossen. Den ganzen Tag über lag der Leitindex in negativem Territorium, um mit der Schlussauktion den Sprung ins Plus zu schaffen.

dpa-afx ZÜRICH. Die Schweizer Börse hat am Mittwoch mit einem kleinen Gewinn geschlossen. Den ganzen Tag über lag der Leitindex in negativem Territorium, um mit der Schlussauktion den Sprung ins Plus zu schaffen. Abgesehen von Zahlen des Luxusgüterkonzerns Richemont habe es aber weitgehend an Impulsen gemangelt, hieß es im Handel. Daher hätten vor allem Analystenkommentare und Spezialsituationen im Fokus gestanden. Auch der große Verfallstermin in der kommenden Woche habe bereits einige terminmarktorientierte Transaktionen ausgelöst.

Das SMI-Index der Blue Chips schloss 0,12 Prozent höher auf 6 202,04 Punkten. Während der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI ) 0,40 Prozent auf 961,05 Punkte gewann, rückte der breite Swiss Performance Index (SPI ) um 0,25 Prozent auf 5 348,60 Zähler vor.

Richemont gaben nach einem Trading-Update zu den ersten fünf Monaten des laufenden Geschäftsjahres um 3,5 Prozent nach. Während der Umsatz in etwa im Rahmen der Erwartungen ausgefallen ist, habe aber insbesondere der vorsichtige Ausblick des Luxusgüterkonzerns enttäuscht, hieß es im Handel. Zudem hätten die Richemont-Aktien jüngst deutlich zugelegt, was Gewinnmitnahmen ebenfalls begünstigt habe. Die Titel der Branchennachbarin Swatch (+0,1 Prozent) konnten ihre frühen Verluste abschütteln.

Die Titel von Petroplus, die schwach gestartet waren, standen zu Handelsschluss 4,0 Prozent höher. Die verbesserte Finanzierung bei Petroplus und nicht zuletzt auch der anhaltend steigende Ölpreis habe aber wieder die Fürsprecher für den Titel auf den Plan getrieben, sagten Beobachter.

Defensive Werte hinkten dem Markt hinterher: Die Pharmawerte Roche Holding (+0,1 Prozent) und Novartis (-0,1 Prozent) belasteten den Index. Um Novartis wurden Spekulationen kolportiert, wonach die Basler eine Übernahme des US-Biotechnologiekonzerns Novavax planen. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 550 Mill. Dollar würde es sich für Novartis aber eher um eine kleinere Transaktion handeln.

Nestle (-0,7 Prozent) stehen seit Wochenbeginn unter Druck: Seit die Übernahmepläne des Wettbewerbers Kraft für Cadbury bekannt wurden. Obwohl Nestle nach eigenen Aussagen nicht an einer größeren Akquisition interessiert ist, verstimmen die Gerüchte nicht, die auf ein mögliches Gegengebot von Nestle für Cadbury hinweisen.

Bei den Banken sanken UBS um 1,2 Prozent, belastet von einer Herabstufung durch Jpmorgan. Auch der für die Citigroup tätige Analyst schlägt mit Blick auf die Großbank eher vorsichtige Töne an. Aufgrund von Abgängen bei den Kundenberatern und Vermögensabflüssen im Zusammenhang mit der Lockerung des Bankgeheimnisses sei möglicherweise nicht vor 2011 mit einer positiven Nettoneugeldentwicklung zu rechnen. Credit Suisse (+0,3 Prozent) tendierten wenig auffällig, während Julius Bär (+4,1 Prozent) vom Start des Börsengangs des US-Vermögensverwaltungsgeschäfts Artio profitierten.

Unter den uneinheitlich tendierenden zyklischen Titeln fielen ABB (+3,5 Prozent) durch deutliche Gewinne auf. Diese Titel profitierten laut Marktbeobachtern nicht nur von einer Ratingerhöhung durch die französische Bank Chevreux, sondern in erster Linie von teilweise aggressiven Deckungskäufen im Vorfeld des Kapitalmarkttages vom Freitag.

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