Aktien
Zürich schließt fester dank Finanztiteln

Die Schweizer Aktien haben den Handel am Donnerstag mit deutlichen Kursgewinnen abgeschlossen. Dabei hätten die Anleger nach den zuletzt klaren Abgaben die tiefen Bewertungen zu Käufen genutzt, hieß es.

dpa-afx BERN. Die Schweizer Aktien haben den Handel am Donnerstag mit deutlichen Kursgewinnen abgeschlossen. Dabei hätten die Anleger nach den zuletzt klaren Abgaben die tiefen Bewertungen zu Käufen genutzt, hieß es. Gesucht waren vor allem Finanzwerte, wobei bei UBS der neue CEO Oswald Grübel mit einem Kursfeuerwerk begrüßt wurde. Auf der Gegenseite verhinderten die defensiven Novartis und Nestle einen noch stärkeren Anstieg im SMI .

Am Nachmittag erhielten die europäischen Märkte auch noch die Unterstützung von der Wall Street. Die US-Börse legte von Beginn weg zu. Nicht einmal schwache US-Konjunkturdaten konnten die beinahe euphorische Stimmung an den Aktienmärkten eintrüben. Sowohl die Neubauverkäufe als auch die Auftragseingänge für langlebige Güter und die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe hatten die Vorgaben der Ökonomen klar verfehlt.

Bis Börsenschluss gewann der Swiss Market Index (SMI ) 1,45 Prozent oder 68,28 Stellen auf 4 770,78 Punkte dazu. Die Marke von 4 800 Punkten durchbrach der SMI nur für ganz kurze Zeit eine knappe Stunde vor dem Ende. Im Anschluss daran ist ein Teil der Gewinne wieder weggeschmolzen. Der 30 Titel umfassende und gekappte Swiss Leader Index (SLI ) schloss bei 676,64 Einheiten mit einem Plus von 2,24 Prozent. Der breite Swiss Performance Index (SPI ) legte um 1,29 Prozent auf 3 956,50 Punkte zu.

Das Augenmerk der Anleger richtete sich auf die UBS (Aktie: +16,2 Prozent auf 11,74 Franken) und den neuen CEO Oswald Grübel. Der Wechsel an der Konzernspitze wurde am Markt begrüßt. Der Ex-Chef der Credit Suisse habe sich einen hervorragenden Track Record erarbeitet und dort den Turnaround vollbracht, sagten Händler. Grübel selber meinte in einem Interview, dass 2009 wieder alle Bereiche der UBS "schwarze Zahlen" ausweisen sollten - auch das US-Geschäft.

UBS wurden aber nicht nur vom "Grübel-Effekt" getragen, vielmehr profitierten die Titel von der sehr guten Stimmung bei den zuletzt arg gebeutelten Finanzwerten. So kletterten etwa Swiss Re bis am Schluss um 15,8 Prozent auf 15,38 Franken, CS um 10,9 Prozent auf 28,34 Franken, ZFS um 9,3 Prozent auf 173,30 Franken oder Swiss Life Holding um 5,6 Prozent auf 60,15 Franken in die Höhe. Diese Aktien würden nach wie vor über grosses Aufholpotential verfügen, hieß es.

Ganz vorne im SMI /SLI-Tableau waren aber auch von der Konjunkturentwicklung stark abhängige Titel wie jene von ABB (+4,8 Prozent auf 14,06 Franken), Clariant (+3,7 Prozent auf 4,73 Franken), Logitech (+3,1 Prozent auf 10,22 Franken) oder Syngenta (+3,0 Prozent auf 248,00 Franken).

Zu diesen Aktien zählen normalerweise auch Adecco , die aber am Donnerstag mit-2,9 Prozent auf 36,36 Franken bei den größten Verlierern zu finden waren. Die Titel litten unter schwachen Zahlen des Konkurrenten Randstad. Adecco wird am nächsten Mittwoch den Geschäftsbericht präsentieren.

Bei Nobel Biocare (-6,6 Prozent auf 19,42 Franken) kam es zu Gewinnmitnahmen, nachdem die Titel am Vortag nach Übernahmegerüchten um neun Prozent angestiegen sind. außerdem hat die UBS Nobel Biocare von ihrer "most preferred list" genommen. Synthes gaben um 4,0 Prozent auf 139,50 Franken nach.

Von der schwachen Seite zeigten sich auch die defensiven Schwergewichte Nestle (-1,5 Prozent auf 37,88 Franken), Novartis (-1,4 Prozent auf 45,64 Franken) und Roche Holding (-0,5 Prozent auf 133,00 Franken). Bei Roche Holding belastete nach wie vor die geplante Vollübernahme der US-Tochter Genentech .

Fester tendierten die ebenfalls defensiven Swisscom (+1,7 Prozent auf 353,50 Franken). Die italienische Tochter Fastweb hatte am Morgen Geschäftszahlen vorgelegt und ist 2008 erstmals in die Gewinnzone vorgestoßen. Die Swisscom selbst wird am nächsten Mittwoch ihre Zahlen vorlegen.

Im breiten Markt stiegen u-blox nach einer positiv aufgenommenen Akquisition in Italien um 4,0 Prozent in die Höhe. Die Titel der Bank Sarasin gewannen nach Jahreszahlen 13,3 Prozent und BKW 9,9 Prozent.

Sulzer gaben dagegen um 3,2 Prozent nach. Die Jahreszahlen des Industriekonzerns haben zwar die Erwartungen der Analysten bei Umsatz und Gewinn getroffen, beim Ebit sogar leicht übertroffen. Der Ausblick sei jedoch schwach, hieß es im Handel.

Bei EFG (+15,1 Prozent) und Meyer Burger (+9,8 Prozent) kam es nach dem gestrigen Absturz zu einer technischen Gegenbewegung.

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