Aktien
Zürich schließt mit Schlussspurt im Plus

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch einen äußerst volatilen Handel deutlich in der Gewinnzone beendet. Der SMI hat sich dabei in einer Spanne von über 200 Punkten bewegt, laut Händlern verlief das Geschäft richtungslos und in sehr dünnen Bahnen.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch einen äußerst volatilen Handel deutlich in der Gewinnzone beendet. Der SMI hat sich dabei in einer Spanne von über 200 Punkten bewegt, laut Händlern verlief das Geschäft richtungslos und in sehr dünnen Bahnen. Die Anleger hätten sich angesichts der schwachen Nachrichtenlage sowie im Vorfeld der Veröffentlichung zahlreicher US-Konjunkturdaten zurückgehalten, hieß es. Zudem würden die Investoren auf die Zinsentscheidung der EZB am Donnerstag und den monatlichen US-Arbeitsmarktbericht am Freitag warten.

Im späteren Geschäft drehten die Indizes abrupt von der Verlust- in die Gewinnzone. Marktteilnehmer verwiesen auf die spürbare Erholung an Wall Street. Angesichts des sehr schlechten ISM-Indexes sei die Erholung zwar überraschend, kommentierte ein Beobachter. Doch offenbar sei der Markt bereits auf sehr schwache Daten vorbereitet gewesen. Zudem seien dadurch Erwartungen geschürt worden, wonach die US-Notenbank weitere Maßnahmen zur Lockerungen der Geldpolitik beschließen werde.

Nach Börsenschluss in Europa wird in den USA noch das so genannte Beige Book veröffentlicht, die Zusammenstellung wichtiger Wirtschaftsdaten durch die amerikanische Notenbank.

Bei Börsenschluss gewann der SMI 1,20% respektive 66,64 Stellen auf 5 604,23 Punkte (Tageshoch: 5 617,17 Punkte, Tagestief: 5 414,88 Punkte). Der 30 Titel umfassende SLI stieg um 0,93% auf 774,95 Stellen und der breite SPI um 0,99% auf 4 607,55 Punkte.

Die größten Verluste im SMI /SLI schrieben Credit Suisse (-8,9% auf 27,70 Franken). Die Bank hat am Mittag Gerüchte dementiert, wonach sie in der Region Asien-Pazifik einen Abbau von 170 Arbeitsplätzen plane. Am Vortag hatte das Institut den Abbau von 650 Stellen in Großbritannien bekannt gegeben. Julius Bär (+0,9% auf 37,04 Franken) und UBS (+1,3% auf 13,94 Franken) schlossen dagegen im Plus.

Unter den Versicheren kam es Händlern zufolge erneut zu Umschichtungen. Swiss Life (-2,6% auf 74,15 Franken) rutschten im späten Handel ans Tabellenende ab, Swiss Re (-0,4% auf 46,26 Franken) konnte, ebenfalls gegen Handelsende, die frühere Verluste reduzieren. Baloise (+0,4% auf 64,95 Franken) und ZFS (+1,2% auf 228,00 Franken) schlossen im Plus.

Größere Verluste gab es auch für Petroplus (-2,6% auf 19,56 Franken), OC Oerlikon (-1,9% auf 82,45 Franken) oder ABB (-0,8% auf 14,52 Franken).

Roche (+3,4% auf 169,10 Franken) und Novartis (+4,5% auf 57,00 Franken) schlossen dagegen an der SMI /SLI-Spitze. Die japanische Roche-Tochter Chugai hat mit Chiome ein Forschungsabkommen abgeschlossen. Novartis profitierte Händlern zufolge von guten Neuigkeiten von Alcon: das zu 52% zu Nestle und zu 25% zu Novartis gehörende Augenheilmittel-Unternehmen hat von der europäischen Arzneimittelbehörde European Medicines Agency für das Augentropfenpräparat Azarga eine Zulassung erhalten.

Zu den größten Gewinnern zählten auch Ciba (+3,4% auf 48,50 Franken), Logitech (+2,8% auf 15,30 Franken) oder Swisscom (+2,2% auf 352,00 Franken). Holcim gewannen 1,8% auf 51,35 Franken; Analysten zufolge hatten die positiven Zahlen der beiden indischen Tochtergesellschaften etwas gestützt. Diese verzeichneten im November einen erfreulichen Anstieg des Zementabsatzes.

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