Aktien: Zürich schließt uneinheitlich nach volatilem Handelsverlauf

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Zürich schließt uneinheitlich nach volatilem Handelsverlauf

Nach einem volatilen Handelstag mit verschiedenen Notierungen im positiven und negativen Terrain hat der Schweizer Leitindex im Minus geschlossen.

dpa-afx ZÜRICH. Nach einem volatilen Handelstag mit verschiedenen Notierungen im positiven und negativen Terrain hat der Schweizer Leitindex im Minus geschlossen. Das Bluechip-Barometer war leichter in den Tag gestartet und konnte dann - vor allem dank der Großbanken - bis zum Nachmittag auf einen Höchststand von 5 376,52 Punkten zulegen. Später lastete jedoch die Entwicklung an der Wall Street auf dem Aktienmarkt. Der SLI schloss noch leicht im Plus.

Grund für die späten Abgaben war laut Marktbeobachtern die anhaltende Nervosität an den Märkten. Der US-Leitindex Dow Jones hatte nach einem freundlichen Start verloren und war dabei auch ins Minus gerutscht. Hierzulande hatte sich die Euphorie in Finanztiteln im Tagesverlauf zum Teil verflüchtigt und die defensiven Werte wie die Index-Schwergewichten Novartis, Nestle und Roche sorgten für weiteren Druck. Fundamental habe sich am derzeitigen Bärenmarkt nichts geändert, meinte ein Marktteilnehmer lakonisch.

Der SMI bis zum Handelsschluss 16,83 Punkte oder 0,32 Prozent auf 5 304,17 Zähler. Der 30 Titel umfassende, breitere Swiss Leader Index (SLI ) legte dagegen um 0,35 Prozent auf 740,43 Punkte zu und der breite Gesamtmarkt (SPI ) sank um 0,34 Prozent auf 4 377,97 Zähler.

Die größten Verluste verzeichneten die Aktien von Swiss Life (-6,7 Prozent auf 58,30 Franken). Aber auch die Valoren des Rückversicherer Swiss Re (-4,8 Prozent auf 36,20 Franken) oder von ZFS (-2,5 Prozent auf 197 Franken) kamen deutlich unter Abgabedruck.

Bei den Bankenwerten zeigte sich hingegen im Tagesverlauf eine deutlich gestiegene Nachfrage. Bis zum Schluss setzten sich UBS (+8,6 Prozent auf 12,82 Franken) deutlich an die Spitze von SMI /SLI; Credit Suisse (+2,6 Prozent auf 23,70 Franken) schlossen noch mit moderaten Aufschlägen nach einem zwischenzeitlichen Höhenflug. Laut Händlern profitierten die Titel der Großbanken von inzwischen dementierten Gerüchten und Spekulationen, wonach die Deutsche Bundesbank Eckpunkte für eine "Bad Bank" entwickelt.

Belastet wurden Credit Suisse am Vormittag allerdings auch durch einen Artikel in der "Handelszeitung", wonach die Bank im Oktober rund eine Milliarde Franken pro Woche mit Handelsoperationen verloren hat. Für das Jahr werde ein Verlust von sechs Mrd. Franken erwartet. Zwischenzeitlich notierten Credit Suisse auf dem tiefsten Stand seit 2003.

Im Angebot lagen am Schluss Novartis (-3,2 Prozent auf 51,95 Franken) und Roche Holding (-0,2 Prozent auf 170 Franken). Novartis meldete eine allseits erwartet Zulassung von vier wichtigen Medikament durch die japanische Gesundheitsbehörde und Roche meldete, dass die EU-Gesundheitsbehörde dem Gesuch um die Zulassung von Roactemra zur Behandlung von rheumatoider Arthritis stattgegeben hat. Mit Abgaben gingen auch Nestle (-0,7 Prozent auf 40,64 Franken) aus dem Handel.

Verluste verzeichneten zudem Clariant (-0,4 Prozent auf 5,70 Franken), die auf Presseberichte über eine demnächst bevorstehende Information zu harten Restrukturierungsmassnahmen reagierten. Holcim gaben um 0,7 Prozent auf 49,80 Franken nach. Marktkommentatoren führten dies auf eine Studie der Royal Bank of Scotland zur europäischen Zementindustrie zurück.

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