Aktien Zürich
Schweizer Börse 2007 mit negativer Bilanz

Der Schweizer Aktienmarkt hat den letzten Handelstag des Jahres im Einklang mit leichten Verlusten abgeschlossen. Damit beendet der SMI nach vier Jahren mit insgesamt steigenden Kursen zum ersten Mal seit 2002 wieder ein Jahr im roten Bereich, mit einem Minus von 3,43 Prozent fiel der Rückgang allerdings relativ gering aus.

HB ZÜRICH. Vor allem wenn man ihn mit den Gewinnen der vergangenen beiden Jahre von plus 33 Prozent (2005) und plus 16 Prozent (2006) vergleicht. Wie im Vorjahr belegen ABB unter den Blue Chips mit Abstand den Topplatz.

War der Handelsverlauf des vergangenen Jahres - geprägt von den Turbulenzen durch die Immobilien- und Kreditkrise - sehr volatil, so hielt sich die Volatilität am Schlusstag selber in engen Grenzen. Nach schwachem Beginn rückte der Schweizer Leitindex bis um die Mittagszeit knapp in die Gewinnzone vor, ehe am Nachmittag wieder eine rückläufige Bewegung einsetzte. Etwas Abgabedruck kam dabei aus den USA , wo die Aktien nach gutem Start einen Großteil der Gewinne im Anschluss an kritisch aufgenommene Konjunkturdaten wieder einbüßten. Der Chicago-Einkaufsmanagerindex war zwar überraschend gestiegen, die Daten zu den Verkäufen neuer Häuser blieben aber hinter den Erwartungen zurück.

Der SMI ging um 33,73 Punkte oder 0,40 Prozent auf 8 484,46 Punkte zurück. Der 30 Titel umfassende SLI gab um 0,35 Prozent auf 1 296,41 Punkte nach und der breite Swiss Performance Index (SPI ) um 0,27 Prozent auf 6 925,44 Punkte.

Die einzige nennenswerte Nachricht kam von der UBS , deren Aktien am Schluss ein Minus von 0,4 Prozent auf 52,40 Franken aufwiesen. Die UBS hatte am Morgen bekannt gegeben, dass sie auf eine geplante Übernahme im indischen Fondsgeschäft verzichtet. Die vor knapp einem Jahr angekündigte Transaktion wäre mit einem Übernahmepreis von 147 Mill. Franken aber klein gewesen, weshalb sich der Einfluss der Nachricht auf die Aktie in Grenzen hielt.

Mit Verlusten von 0,6 Prozent auf 68,10 Franken und 1,1 Prozent auf 93,60 Franken beendeten auch die anderen beiden Banken, Credit Suisse Group beziehungsweise Julius Bär den Jahresschlusstag im roten Bereich. Dem größten Verkaufsdruck waren nebst Julius Bär die Aktien von Syngenta (-1,2 Prozent auf 288,50 Franken), Nestle (-0,7 Prozent auf 520 Franken) und Swiss Re (-0,6 Prozent auf 80,45 Franken) ausgesetzt.

Da es keine neuen Nachrichten mehr gab, standen die Gewinner und Verlierer des Jahres im Fokus. Diese Liste wird uneinholbar von ABB (+49 Prozent) angeführt, gefolgt von Julius Bär (+39 Prozent) sowie Lonza aus dem SLI (+30 Prozent) und Syngenta (+28 Prozent).

Den dramatischsten Einbruch erlebten 2007 Clariant (-41 Prozent), Ciba (-35 Prozent) sowie im Zuge der Finanzkrise verbunden mit den Milliardenabschreibungen die Aktien der UBS (-29 Prozent). Markant sind aber auch die Einbussen von Adecco (-26 Prozent), Swiss Re (-22 Prozent) oder CS (-20 Prozent). Die relativ hohe Gewichtung der beiden Grossbanken im SMI sowie die Schwäche der noch "schwereren" Pharmawerte Novartis und Roche (je -11 Prozent) verhinderten ein ähnlich gutes Resultat wie beispielsweise dasjenige der deutschen Börse, wo der Dax gut 22 Prozent zugelegt hat.

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