Aktien Zürich
US-Börsen ziehen schweizer Aktien ins Minus

Die Schweizer Aktien haben den Handel am Donnerstag nach einem weitgehend freundlichen Verlauf im Minus beendet.

HB ZÜRICH. Die Schweizer Aktien haben den Handel am Donnerstag nach einem weitgehend freundlichen Verlauf im Minus beendet. Im späten Geschäft sorgte die Rede des US-Notebankchefs für einen schwache Performance der Wall Street und ein Abbröckeln der Gewinne an den europäischen Märkten; in der Schweiz rutschte der SMI ins negative Terrain ab, während sich der SLI knapp behaupten konnte. Nach Einschätzung Bernankes wird die Konjunktur in den USA zum Jahresende 2008 wieder anziehen. Vorerst geht der Fed-Chef aber von einer Periode schwächeren Wachstums aus.

Am hiesigen Markt hatten am Berichtstag diverse Unternehmen aus der ersten und zweiten Reihe mit meist soliden Zahlen für Schwung und Kursaufschläge gesorgt. Das Geschehen wurde aber von der UBS gebremst, deren Aktien im großen Stil verkauft wurden.

Der SMI notiert bei Börsenschluss um 0,46% oder 34,46 Punkte tiefer auf 7 501,99 Punkte. Der SLI, in dem der Einfluss der Schwergewichte begrenzt ist, behauptete sich mit +0,03% auf 1 155,93 Zähler, während der breitere SPI um 0,13% auf 6 160,07 Punkte sanken.

UBS wurden am Berichtstag einem Händler zufolge regelrecht abgestraft und gingen mit Verlusten von 8,3% auf 37,46 Franken aus dem Handel. Die Grossbank hatte der Anlegerschaft mit ihrem Jahresabschluss 2007 detaillierten Einblick in die von ihr gehaltenen Risikopositionen gegeben. Die erhöhte Transparenz an sich sei zwar begrüsst worden, hieß es am Markt, die neu bekannt gewordenen Verpflichtungen im Zusammenhang mit der US-Kreditkrise hätten jedoch für zusätzliche Unsicherheit unter den Investoren gesorgt. Die Deutsche Bank hat UBS inzwischen auf "Hold" von "Buy" zurückgenommen.

Im Sog der UBS mussten auch Credit Suisse (-1,1% auf 56,40 Franken) Federn lassen. Julius Bär (+0,3% auf 77,00 Franken) konnten sich dagegen in der Gewinnzone halten.

Absoluter Outperformer waren am Berichtstag Clariant (+6,3% auf 8,94 Franken; Tageshöchst: 9,88 Franken), auch wenn die Titel im späten Geschäft etwas nachgaben. Die Markterwartungen an den Jahresabschluss seien allerdings auch tief gewesen, hieß es. Absolut betrachtet sei das Ergebnis schwach ausgefallen, kommentierte ein Analyst. Aber immerhin habe das vierte Quartal eine deutliche Verbesserung gegenüber dem desaströsen dritten gebracht.

Auch ZFS (+4,4% auf 317,25 Franken) standen nach Zahlen auf der Einkaufsliste vieler Investoren. Der Versicherer hatte mit einem über den Erwartungen liegenden Ergebnis, einer höheren Dividendenausschüttung, einem Aktienrückkaufprogramm sowie einem nach wie vor geringen Subprime-Exposure gepunktet. Swiss Re (-0,5% auf 76,40 Franken), Baloise (-0,4% auf 93,15 Franken) und Swiss Life (-0,6% auf 254,00 Franken) konnten mit dem Schwung der ZFS nicht mithalten.

Gesucht waren am Berichtstag die Zykliker, allen voran Syngenta (+2,3% auf 304,00 Franken), Addeco (+1,6% auf 56,15 Franken) und Holcim (+1,6% auf 105,20 Franken). Holcim profitierten gemäss Händler vom erfreulichen Ergebnis ihres Mitbewerbers Lafarge, der überraschend solide Quartalsergebnisse präsentiert hatte.

ABB (-1,5% auf 25,64 Franken) notierten zwar über weite Strecken des Tagesverlaufs im Plus, rutschten im späten Geschäft jedoch markant ins Minus ab. Nach der Enttäuschung des Vortages über den Abgang des CEO Fred Kindle kam am Berichtstag dem eigentlichen Abschluss mehr Bedeutung zu. Analysten zeigten sich vom Ergebnis und Ausblick überzeugt.

Nobel Biocare (+0,9% auf 236,50 Franken) behaupteten sich trotz einer Kurzielsenkung durch die CS. Synthes (+0,4% auf 140,50 Franken) verteuerten sich etwas moderater.

Eher gering blieb das Interesse an den defensiven Schwergewichten Nestle (+0,2% auf 471,25 Franken) und Roche (-0,3% auf 196,70 Franken). Für Roche hatte ING das Kurziel gesenkt, während die Bank die Konkurrentin Novartis (+0,5% auf 55,55 Franken) auf "Buy" hochgestuft hatte. Bei Nestle hat die Beteiligung L„Oreal im vergangenen Jahr ihren Gewinn gesteigert.

Die erstmals an der SWX gehandelten Aktien der Beteiligungsgesellschaft HBM Bioventures des ehemaligen Roche-Finanzchefs Henri Meier notieren nach einem Eröffnungskurs von 80,50 Franken bei 82,00 Franken.

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