Aktien
Zyklische und defensive Werte in Zürich gefragt

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag etwas fester geschlossen. Gesucht waren vor allem zyklische Aktien, als Stütze erwiesen sich auch die defensiven Nestle und Novartis. Finanzwerte schlossen uneinheitlich.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag etwas fester geschlossen. Gesucht waren vor allem zyklische Aktien, als Stütze erwiesen sich auch die defensiven Nestle und Novartis. Finanzwerte schlossen uneinheitlich.

Die US-Börsen boten anfänglich eine Stütze, da sie nach dem langen Wochenende wegen des gestrigen "Labour Day"-Feiertags den kräftigen Start in die neue Woche an den europäischen Börsen nachvollziehen mussten. Danach setzten einige Gewinnmitnahmen ein und lösten auch an der Züricher Börse Abgaben aus.

Der SMI schloss um 0,21 Prozent höher bei 6 194,72 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI ) legte 0,23 Prozent auf 957,19 Punkte zu und der SPI 0,22 Prozent auf 5 335,26 Punkte.

An der Tabellenspitze standen Givaudan (+3,4 Prozent) und Richemont (+1,8 Prozent). Die Gewinne bei Richemont führten Händler auf Käufe im Vorfeld der für Mittwoch angesetzten Publikation der Umsatzzahlen für die ersten fünf Monate zurück.

Gefragt waren auch OC Oerlikon (+0,9 Prozent), Syngenta (+0,8 Prozent), Lonza (+0,6 Prozent) oder Adecco (+0,4 Prozent).

Aufschläge verbuchten unter den uneinheitlichen Finanzwerten Swiss Re (+1,2 Prozent) nach einer Kurszielerhöhung durch Jefferies sowie Swiss Life (+1,2 Prozent). Baloise (-0,6 Prozent) wurden verkauft.

Die Großbanken gaben etwas nach; UBS (-0,6 Prozent) und Credit Suisse (-0,5 Prozent) verloren nach uneinheitlichem Verlauf. Laut UBS-Chef Oswald Grübel sieht sich die Bank auf gutem Weg, die selbst gesteckten Ziele zu erreichen.

Unter den defensiven Titeln stützten Nestle (+0,4 Prozent). Am Vortag wurden Übernahmepläne des Wettbewerbers Kraft Foods für Cadbury bekannt, wobei das Angebot noch versüßt werden könnte. Es könne durchaus sein, dass sich zwei oder drei Konzerne zusammenschließen, um ein gemeinsames Angebot für die britische Firma Cadbury zu unterbreiten und danach die Beute aufzuteilen, hieß es. Nestle verfüge zwar über entsprechende Mittel, sei jedoch nicht an einer größeren Akquisition interessiert, so eine zweite Stimme.

Novartis (+0,8 Prozent) legten ebenfalls zu. Die Papiere profitierten von einer Kurszielerhöhung durch Jpmorgan. Roche (-0,4 Prozent) rutschten in die Verlustzone ab. Analysten werten den am Morgen bekanntgegebenen Generationenwechsel an der Firmen-Spitze als leicht positiv.

Petroplus (-2,4 Prozent) erlitten unter den SMI-/SLI-Titeln die prozentual größten Einbußen, gefolgt von Nobel Biocare (-1,4 Prozent) und Holcim (-1,4 Prozent). Bei Holcim verwiesen Händler auf eine Herabstufung durch die Analysten von Jpmorgan auf "Neutral".

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