Aktienhandel Asien
Tokios Börse schließt uneinheitlich

Die Aktienbörse in Tokio hat am Montag nach einem feiertagsbedingt verlängerten Wochenende uneinheitlich geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 Standardwerte stieg geringfügig um 14,74 Punkte oder 0,09 Prozent auf den Stand von 16 364,76 Zählern. Der breit gefasste Topix notierte dagegen einen leichten Abschlag von 2,31 Punkten oder 0,14 Prozent bei 1616,71 Punkten. Auch die Aktienmärkten in Südkorea, Taiwan und Singapur tendierten leichter, Hongkong verzeichnete dagegen ein Plus.

HB TOKIO. Nach einem negativen Handelsauftakt erholte sich der Markt gegen Ende der Sitzung. Die Anleger hätten die Verluste zum Wiedereinstieg genutzt, erklärten Beobachter. Wegen der US-Kongresswahlen am Dienstag und wegen des Optionsverfalls am Freitag seien viele Investoren jedoch vorsichtig gewesen.

Belastet wurde das Handelsgeschehen von Sorgen vor einer wirtschaftlichen Abschwächung. Dazu drückten Aussichten auf eine mögliche Zinserhöhung in den USA die Stimmung der Anleger, wie Händler sagten. Die Investoren warteten auf zahlreiche Konjunkturdaten, die im Laufe der Woche veröffentlicht werden sollten. Der Ölpreis fiel unter 59 Dollar je Barrel. Der Euro gab in Fernost zum Dollar leicht nach.

„Wirtschaftsdaten verweisen auf eine solide Ausgabensituation der Unternehmen, aber die Konsumausgaben sind schwach“, sagte Yumi Nishimura von Daiwa Securities. „Dies könnte die Märkte belasten - nicht notwendigerweise heute, aber auf lange Sicht“. Ein anderer Händler sagte, die Aktienmärkte hätten bereits jetzt eine mögliche konjunkturelle Stagnation eingepreist. Die Ausgaben der japanischen Haushalte waren nach Daten der vergangenen Woche im September um sechs Prozent gefallen, für die kommenden Tage werden eine Reihe weiterer Konjunkturdaten in Japan und in den USA erwartet.

Negativ wurden an den Märkten zudem Unternehmensnachrichten aufgenommen. Die Papiere von Fast Retailing verloren mehr als zweieinhalb Prozent, nachdem das Unternehmen einen Umsatzrückgang bei Herbst- und Winterkleidung wegen des milden Wetters bekannt gegeben hatte. Dem Kamera-Hersteller Konica Minolta verhalf dagegen ein besser als erwarteter Gewinn im ersten Halbjahr zu einem Kurssprung von 11,1 Prozent auf 1 738 Yen. Die Aktien profitierten dabei zusätzlich von einem Analysten-Kommentar: J.P. Morgan hatte das Kursziel für Konica auf 2 100 von 1 800 Yen erhöht.

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