Aktienhandel Asien
Tokioter Börse mit Nissan kräftig im Minus

Die asiatischen Börsen haben am Montag uneinheitlich tendiert. Während es in Tokio kräftige Abschläge gab, lagen die Indizes an den anderen Handelsplätzen überwiegend im Plus.

HB SINGAPUR. Für die Verluste in Japan machten Händler vor allem die Gewinnwarnung des Autoherstellers Nissan vom Freitag verantwortlich, die auch Titel anderer Autobauer belastete. Die Papiere von Minen-Betreibern sackten durch den scharfen Preis-Rückgang für Basismetalle ab. Zudem waren Anleger enttäuscht, dass mehrere Firmen ihre Jahres-Prognosen nicht anhoben und nahmen Gewinne mit. Aktien exportorientierter Firmen wie Canon gaben wegen Spekulationen nach, der Druck auf Japan zur Yen-Stabilisierung werde im Zuge des Finanz-Treffens der G7-Länder steigen. Der Euro notierte in Fernost zum Dollar ebenso wie der Ölpreis wenig verändert.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 1,15 Prozent tiefer mit 17 344 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 1,5 Prozent auf 1716 Stellen. Leicht bergab ging es auch beim Hang Seng in Hongkong, während Taiwan wenige Stellen im Plus lag. In Südkorea ging es um 0,3 und in Singapur um 0,7 Prozent nach oben.

„Die Stärke des Nikkei hat einen Punkt erreicht, ab dem es wahrscheinlich ist, dass Investoren Gewinne mitnehmen“, sagte Hiroyuki Nakai, Chefstratege bei Tokai Tokyo Securities. Nissan hatte am Freitag über einem Gewinn-Rückgang von 23 Prozent berichtet und seine Prognose gesenkt. Die Aktien verloren daraufhin am Montag 8,3 Prozent. In der Folge gerieten auch die Papiere anderer Autobauer wie Toyota unter Druck, die um 1,6 Prozent nachgaben. Honda verbilligten sich um 3,6 Prozent.

„Die Ausblicke bei den Unternehmensberichten waren nicht besonders stark“, sagte Tatsuyuki Kawasaki von Kaneyama Securities. „Ausländische Investoren scheinen damit begonnen zu haben Gewinne einzustreichen.“ Einheimische Anleger hätten sich dem wohl angeschlossen.

In Südkorea standen die Titel von Hyundai im Blick, nachdem der Chef des Autobauers am Montag wegen Veruntreuung von Firmengeldern zu drei Jahren Haft verurteilt wurde. Die Titel sackten daraufhin zunächst ab, schlossen aber mit 69 800 Won unverändert zum Freitag. Ein Euro wurde mit 1,2937 Dollar bewertet nach 1,2963 Dollar im späten New Yorker Handel der Vorwoche. Der Dollar wurde mit 120,83 Yen gehandelt nach 121,08 Yen in den USA. Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,6169 und zum Dollar mit 1,2494.

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