Aktienhandel auf dem Smartphone

Apps machen aus Kleinanlegern Börsen-Stars

Der Aktienhandel per App auf dem Smartphone boomt. Dabei kopieren Kleinanleger oft die Strategien von Börsenstars wie Warren Buffett. Das kann zwar horrende Renditen einschenken. Doch es lauern auch Gefahren.
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Soziale Netzwerke halten Einzug bei der Geldanlage. Statt zum Bankberater zu gehen, folgen Anleger Händlern auf speziellen Plattformen im Internet und kopieren deren Strategien. Quelle: dpa
Geldanlage 2.0

Soziale Netzwerke halten Einzug bei der Geldanlage. Statt zum Bankberater zu gehen, folgen Anleger Händlern auf speziellen Plattformen im Internet und kopieren deren Strategien.

(Foto: dpa)

LondonWenn Noa Strijbos an den Finanzmärkten Geld anlegt, folgen ihr fast 26.000 Menschen. Dabei ist die 30-jährige Holländerin keine Profi-Fondsmanagerin, die für eine weltberühmte Bank arbeitet. Sie tätigt Investments, während sie ihren Hund ausführt – bequem über ihr Smartphone. Weil sie damit einigen Erfolg hat, kopieren knapp 5000 Menschen ihre Investments sofort – in der Hoffnung auf das große Geld. Strijbos ist kein Einzelfall mehr. Dank neuer Apps und Webseiten verändert sich der Wertpapierhandel.

Wie bei Restaurants oder Hotels suchen Kleinanleger nach Tipp-Gebern, denen sie es nachmachen können – oft, weil sie selbst nicht wissen, wie sie ihr Geld anlegen sollen. Strijbos gehört auf eToro.com zu den am besten eingestuften Tradern. Die Internet-Seite hat insgesamt 4,5 Millionen Mitglieder, die nach Wertpapierklassen, Rendite in der Vergangenheit oder Ländern ihre Vorbilder suchen können.

Die 15 größten Fintech-Firmen
Platz 15: Dataminr
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Die Finanzdienstleistungsbranche steht vor zahlreichen Herausforderungen infolge der Digitalisierung. Unter anderem steht sie zunehmend im Wettbewerb mit neuen Unternehmen. Zu den größten Fintech-Firmen gehört Dataminr, die mit 1,6 Milliarden Dollar bewertet wird. Die Firma gehört zu den Pionieren der Branche. Ihre Computer wühlen sich jeden Tag durch 500 Millionen Tweets, um marktrelevante Nachrichten aufzuspüren, die noch nicht über die regulären Presseagenturen gelaufen sind.

Die Daten des Rankings stammen von Finovate und basieren auf Medienberichten oder aus Hochrechnungen der letzten Finanzierungsrunden.

Platz 14: Prosper
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Prosper bringt private Kreditgeber und -nehmer online zusammen. Eingeführt wurde die Plattform im Jahr 2006 in den USA und gehört mittlerweile zu den größten der Fintech-Unternehmen: mit einem Marktwert von 1,9
Milliarden Dollar landet Prosper Marketplace auf Platz 14.

Platz 10: One97
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Einen Platz 13 gibt es nicht, die folgenden vier Unternehmen haben es alle auf den zehnten Rang geschafft, so wie One97: Zuletzt investierte der chinesische Internet-Konzern Alibaba in den indischen Payment-Service. Der Firmenwert der Online-Zahlungsplattform wird auf zwei Milliarden Dollar geschätzt.

Platz 10: Oscar
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Der Krankenversicherer Oscar Health sammelt die Daten seiner Kunden durch Fitnessarmbänder und Smartwatches ein und zahlt den Leuten Prämien dafür, sich gut in Schuss zu halten. Das kommt in den USA scheinbar gut an: Das Start-up aus Manhattan gilt als großes Tech-Versprechen im Versicherungsmarkt und hat einen geschätzten Marktwert von zwei Milliarden Dollar.

Platz 10: Credit Karma
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Bei Credit Karma können Kreditkartenbesitzer ihre Bonität und Kreditwürdigkeit beobachten. Mittlerweile gibt es das US-Finanztool seit neun Jahren und es ist zwei Milliarden Dollar wert.

Platz 10: CommonBond
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CommonBond ist einer der erfolgreichsten Kreditmarktplätze der USA und wächst immer mehr: vor einigen Monaten hat der Kreditmarktplatz eine Partnerschaft mit dem Finanzdienstleister Nelnet angekündigt. Derzeit ist CommonBond zwei Milliarden Dollar wert.

Platz 9: Xero
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Der Anbieter einer cloudbasierten Buchhaltungssoftware, Xero, landet mit einem Marktwert von 2,4 Milliarden Dollar auf den neunten Platz. Das könnte sich aber ändern: Künftig will das australische Unternehmen die Präsenz in den USA und Großbritannien verstärken.

Zusammen mit ihren „Nachahmern“ lenkt die Holländerin durchaus größere Summen in den Finanzmarkt. „Wenn ich handele, dann mache ich es online“, sagt Strijbos, die im vergangenen Jahr auf eine Rendite von fast 600 Prozent kam. „Das Internet hat mir geholfen, in nur wenigen Jahren von einer interessierten Beobachterin zu einer (privaten) Profi-Investorin zu werden.“

Natürlich kann es auch riskant sein, solchen Internet-Stars zu folgen. Websites wie Zulu Trade, Ayondo, Tradency oder ExPro's Super Trader haben die Idee des einfachen Kopierens von Investments anderer Anleger populär gemacht – und sie wachsen rasant, auch wenn der Bereich insgesamt noch immer eine Nische ist.

Nicht neu – auch Buffett wird ständig kopiert
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