Aktienhandel Europa
Börsianer europaweit verunsichert

Die europäischen Börsen sind am Montag freundlich aus dem Handel gegangen, haben aber einen Teil ihrer Tagesgewinne wieder abgegeben. Händler verwiesen auf das von Unsicherheit geprägte Handelsgeschehen an der Wall Street. Dort versuchten die Investoren derzeit zu beurteilen, ob die US-Währungshüter nach der überraschenden Diskontsatz-Senkung der Fed am Freitag weitere Zinssenkungen vornehmen werden.

dpa-afx PARIS/LONDON. Der europäische Leitindex Eurostoxx 50 schloss 0,39 Prozent höher bei 4 173,29 Punkten. Der Stoxx 50 , der auch Schweizer und britische Werte umfasst, legte um 0,43 Prozent auf 3 658,19 Zähler zu. Der Euronext 100 stieg um 0,93 Prozent auf 961,09 Punkte. In Paris gewann der CAC 40 0,67 Prozent auf 5 399,38 Zähler. Für den Ftse 100 ging es um 0,24 Prozent auf 6 078,70 Punkte nach oben.

Finanzwerte setzten ihren bereits am Ende der vergangenen Woche eingeleiteten Erholungskurs fort. Stützend wirkte eine Studie von Lehman Brothers, in der der weltweite Bankensektor von "Underweight" auf "Overweight" hochgestuft wurde. In Frankreich gewannen Aktien von BNP Paribas 0,13 Prozent auf 78,30 Euro, Unicredit legten an der Börse in Mailand 1,05 Prozent auf 6,18 Euro zu. ABN Amro Holding stiegen um 1,43 Prozent auf 34,05 Euro. HSBC dagegen verloren 0,89 Prozent auf 894,00 Pence. Die britische Bank will die Mehrheit an der Korea Exchange Bank übernehmen.

Bewegung gab es auch bei den Börsenbetreibern. So will sich die Nasdaq von der Beteiligung an der Londoner Börse LSE trennen. JP Morgan und UBS sind beauftragt worden, die Möglichkeiten auszuloten, wie die Amerikaner mitteilten. Sie besitzen rund 31 Prozent an der London Stock Exchange und sind der Ansicht, dass der derzeitige Aktienkurs nicht den wirklichen Wert der Beteiligung widerspiegele. Die LSE selbst wollte die Aussagen der Nasdaq nicht kommentieren. Die Nyse Euronext und auch die Deutsche Börse lehnten einen Kommentar darüber ab, ob sie Interesse am Kauf des Anteils haben. LSE-Aktien gewannen 2,44 Prozent auf 1 301 Pence. Aktien vom Stockholmer Börsenbetreiber OMX legten um 2,16 Prozent auf 237,00 schwedische Kronen zu - auch wenn Chairman Urban Bäckström die Übernahmeofferte der Börse Dubai als feindlich einstuft.

Die in London stark gewichteten Minenwerte gehörten nach jüngsten Verlusten in Reaktion auf rückläufige Metallpreise ebenfalls zu den größten Gewinnern. So gewannen Aktien von BHP Billiton an der "Footsie"-Spitze um 4,17 Prozent auf 1 275 Pence. Kazakhmys -Titel kletterten um 4,00 Prozent auf 1 170 Pence, und Anteile von Antofagasta verteuerten sich um 1,86 Prozent auf 656,50 Pence. Lonmin legten um 0,54 Prozent auf 2 990 Pence zu.

Alitalia gewannen 5,33 Prozent auf 0,8 437 Euro zu. Die Fluggesellschaft Air France-KLM will einem Pressebericht zufolge bei dem angeschlagenen Wettbewerber einsteigen. Denkbar sei eine Offerte für 29 bis 39 Prozent der italienischen Airline, berichtete die Zeitung "Finanza & Mercati" am Wochenende. Dabei wolle Air France-KLM mit einem Finanzinvestor kooperieren, der auf die Sanierung von Unternehmen spezialisiert sei. Die Aktien der französischen Fluggesellschaft fielen hingegen um 0,80 Prozent auf 27,30 Euro.

Danone legten um 0,65 Prozent auf 54,01 Euro zu. Der französische Lebensmittelkonzern hatte sein offizielles Übernahmeangebot für den niederländischen Babykost-Hersteller Numico vorgelegt. Danone wolle mindestens 66,67 Prozent der ausstehenden Numico-Aktien, teilte der Konzern mit. Dem Konzern gehören bereits 29,54 Prozent des Milupa-Herstellers. Für die restlichen Anteile bietet Danone 55 Euro je Aktie. Zudem will Danone Numico von der Börse nehmen. Numico-Titel gewannen 0,92 Prozent auf 53,74 Euro.

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