Aktienhandel Europa
Europäische Börsen drehen ins Minus

Belastet von Aussagen des US-Notenbankchefs Ben Bernanke zum Wohnungsmarkt in den Vereinigten Staaten sind die europäischen Börsen am Nachmittag ins Minus gedreht und haben etwas schwächer geschlossen.

HB PARIS/LONDON. Belastet von Aussagen des US-Notenbankchefs Ben Bernanke zum Wohnungsmarkt in den Vereinigten Staaten sind die europäischen Börsen am Nachmittag ins Minus gedreht und haben etwas schwächer geschlossen. Auch die Handelsplätze an der Wall Street wurden von den Bernanke-Aussagen ins Minus gezogen und verhinderten damit eine Erholung in Europa. Zudem herrsche vor der morgigen Zinsentscheidung der EZB leichte Zurückhaltung, sagten Händler. Es wird mit einer Anhebung des Leitzinses von 3,75 auf 4,00 Prozent gerechnet.

Der europäische Leitindex Eurostoxx 50 verlor 0,54 Prozent auf 4 513,18 Zähler. Der Stoxx 50 , der auch Schweizer und britische Werte umfasst, fiel um 0,52 Prozent auf 3 940,60 Punkte. Der Euronext 100 stand mit 0,72 Prozent auf 1 062,86 Zählern im Minus. In Paris verlor der CAC 40 0,77 Prozent auf 6 078,54 Punkte. Der Ftse 100 gab 0,47 Prozent auf 6 632,80 Zähler nach.

Europaweit kamen Fluggesellschaften nach Ryanair-Zahlen unter Druck. Der irische Billigflieger rechnet für das laufende Jahr mit einem Margenrückgang und warnte vor einem erheblichen Wachstumsrückgang. Die Aktien verloren daraufhin in Dublin 7,01 Prozent auf 5,04 Euro. Die Titel der Konkurrenz wurden mit nach unten gezogen: Easyjet rutschten um 6,75 Prozent auf 525,00 Pence ab, British Airways verloren 1,83 Prozent auf 456,00 Pence. Die Aktien der Lufthansa büßten 2,43 Prozent auf 20,87 Euro ein, während Air France-KLM um 3,92 Prozent auf 36,76 Euro fielen.

Aktien von Renault waren nach einem positiven Analystenkommentar gefragt und stiegen um 0,66 Prozent auf 113,38 Euro. Die Deutsche Bank hatte das Kursziel von 117 auf 144 Euro angehoben und die Kaufempfehlung bestätigt. Die Analysten rechnen mit einer Senkung der Kosten und verwiesen zudem auf die Produktoffensive des Autobauers. Zudem sagte Renault-Chef Carlos Ghosn in einem Interview der Zeitung "Le Parisien", er sei für die Zeit nach 2009 an einer Verflechtung mit Chrysler oder Ford interessiert.

Einer der schwächsten Werte im französischen Leitindex waren die Aktien von Electricite de France (EdF) mit minus 2,15 Prozent auf 67,66 Euro. Händlern zufolge belastet die weiterhin ungeklärte Situation über eine mögliche Fusion mit Suez das Papier. Unterdessen kletterten Bouygues um 1,38 Prozent auf 66,02 Euro und damit an die Spitze im CAC 40. Börsianer verwiesen auf Gerüchte, denen zufolge das Unternehmen einen Verkauf der Sendersparte TF1 erwägt, um damit einen möglichen Kauf von Areva zu finanzieren. Bouygues dementierte unterdessen einen Verkauf von TF1.

Größter Gewinner im "Footsie" waren die Aktien von United Utilities mit einem Plus von 3,04 Prozent auf 796,00 Pence. Der britische Wasserversorger verzeichnete einen Anstieg des Vorsteuergewinns um 16 Prozent auf 561 Mill. Pfund. Der Gewinn aus dem laufenden Geschäft stieg vor Steuern um 52 Prozent auf 676 Mill. Pfund. Zudem habe das Unternehmen den Verkauf der Sparte Stromvertrieb eingeleitet, die rund 80 Prozent des Vermögenswertes des Unternehmens umfasst.

Aktien der Royal Bank of Scotland (RBS) stiegen um 0,39 Prozent auf 640,50 Pence zu. Die Bank rechnet für das erste Halbjahr mit einem höheren Gewinn als von Analysten erwartet. Der Überschuss für die Zeit von Januar bis Juni werde leicht über der Marktprognose liegen, teilte die RBS mit. Analysten erwarten derzeit im Schnitt einen Gewinn für das Gesamtjahr von 72,1 britischen Pence pro Aktie.

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