Aktienhandel Europa
Europas Börsen schließen mit Verlusten

Die europäischen Börsen haben am Montag zumeist mit Verlusten geschlossen. Händlern zufolge hat die zurückhaltende Entwicklung an der Wall Street die Gewinnmitnahmen aus dem Vormittagshandel unterstützt. Hinzu kämen schwächer als erwartet ausgefallene Daten zu den Auftragseingängen in den USA.

HB PARIS/LONDON. Die europäischen Börsen haben am Montag zumeist mit Verlusten geschlossen. Händlern zufolge hat die zurückhaltende Entwicklung an der Wall Street die Gewinnmitnahmen aus dem Vormittagshandel unterstützt. Hinzu kämen schwächer als erwartet ausgefallene Daten zu den Auftragseingängen in den USA.

Der europäische Leitindex Eurostoxx 50 gab um 0,42 Prozent auf 4 537,81 Zähler nach. Der Stoxx 50 , der auch schweizerische und britische Werte umfasst, verlor 0,28 Prozent auf 3 961,46 Punkte. Der Euronext 100 fiel um 0,51 Prozent auf 1 070,59 Zähler. In Paris büßte der CAC 40 0,69 Prozent auf 6 125,81 Punkte ein. Der Ftse 100 gab 0,19 Prozent auf 6 664,10 Punkte ab.

Belastet von einer negativen Branchenstudie wurden europaweit die Bankenwerte unter Druck gesetzt. JP Morgan hat die Branche von "Neutral" auf "Underweight" zurückgestuft. Zudem wurde die Einschätzung für französische Bankwerte von "Overweigth" auf "Neutral" gesenkt. BNP Paribas fielen um 1,16 Prozent auf 90,42 Euro, Aktien der Unicredit gaben um 0,90 Prozent auf 6,8 370 Euro nach. UBS-Aktien verloren 0,75 Prozent auf 79,40 Franken, während Titel der Societe Generale um 1,33 Prozent auf 144,19 Euro fielen.

Titel von AXA verloren 0,82 Prozent auf 32,55 Euro. Der französische Versicherer zieht sich aus den Niederlanden zurück und verkauft seine Aktivitäten dort an den einheimischen Konkurrenten SNS Reaal . Der Kaufpreis beträgt nach Angaben des niederländischen Finanzinstituts 1,75 Mrd. Euro in bar. Die Aktien von SNS Reaal kletterten um 4,41 Prozent auf 17,75 Euro.

Die Aktien der Banca Italease blieben bis kurz vor Börsenschluss vom Handel ausgesetzt und fielen dann um 15,34 Prozent auf 24,78 Euro. Bereits am Freitag hatte der Kurs der Aktie um mehr als zwanzig Prozent nachgegeben, nachdem die italienische Leasingbank einen Anstieg des Ausfallrisiko von 225 Mill. auf 400 Mill. Euro durch Derivategeschäfte gemeldet hatte. Zudem werde erwartet, dass der Banca Italease-Chefs Massimo Faenza seinen Stuhl räumen muss. Gegen den Manager laufen bereits Ermittlungen wegen seiner Kontakte zu dem Immobilien-Geschäftsmann Danilo Coppola. "Es wäre verrückt, sich in einer Aktie mit einer derart hohen Volatilität zu engagieren", erklärte ein Händler die massiven Verkäufe.

Aktien von Casino legten um 4,42 Prozent auf 82,60 Euro zu, nachdem sie zeitweise um mehr als neun Prozent hochgesprungen waren. Händler sprachen von positiven Aussagen auf einer Roadshow in London. Zudem gebe es Gerüchte am Markt, Casino solle von Rallye übernommen werden. Das Unternehmen ist bereits an Casino beteiligt.

In London verloren Johnson Matthey vor Bekanntgabe der Jahreszahlen 1,26 Prozent auf 1 650,00 Pence. Die Titel seien in letzter Zeit bereits gut gelaufen, hieß es von Börsianern zur Begründung. Auch Minenwerte kamen unter Druck - Lonmin verloren 1,59 Prozent auf 3 967,00 Pence, Anglo American gaben um 1,19 Prozent auf 3 080,00 Pence nach.

Im Immobiliensektor strichen Anleger Händlern zufolge die Gewinne der vergangenen Woche ein. Hammerson bildeten mit minus 1,67 Prozent auf 1 588,00 Pence das Schlusslicht im "Footsie", British Land fielen um 1,64 Prozent auf 1 436,00 Pence.

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