Aktienhandel Europa
Eurostoxx 50 gibt leicht nach

dpa-afx PARIS/LONDON. Die Aktienmärkte in Europa haben am Mittwoch überwiegend etwas schwächer geschlossen. Händler verwiesen auf negative Nachrichten aus den USA. Einerseits sei der Auftragseingang für langlebige US-Wirtschaftsgüter im Februar schwächer als erwartet gestiegen. Zum anderen drückten Aussagen von US-Notenbankgouverneur Ben Bernanke die Kurse, wonach die Inflation immer noch ein Risiko sei.

Der Eurostoxx 50 verlor 0,61 Prozent auf 4 128,20 Zähler. Der Stoxx 50 , der auch britische Werte umfasst, gab 0,65 Prozent auf 3 678,10 Punkte ab. Für den Euronext 100 ging es um 0,59 Prozent auf 979,44 Zähler nach unten. In Paris sank der CAC 40 um 0,62 Prozent auf 5 552,69 Punkte. Der Londoner Leitindex Ftse 100 verlor 0,40 Prozent auf 6 267,20 Zähler.

Aktien von Lundbeck brachen an der Kopenhagener Börse um 15,99 Prozent auf 134,00 Dänische Kronen ein. Das dänische Pharmaunternehmen und der US-Konzern Merck hatten bekannt gegeben, dass sie die Arbeit an dem neuen Schlafmittel Gaboxadol eingestellt haben. Grund dafür seien Daten von klinischen Tests, die nicht für eine Fortentwicklung der Zusammenarbeit sprächen.

Titel von ABN Amro verloren 0,93 Prozent auf 32,05 Euro. Die im Visier von Finanzinvestoren stehende niederländische Bank hat Forderungen nach einer Aufspaltung des Konzerns abgelehnt. Ausgegliedert würden jedoch Einheiten, die nicht zum Kerngeschäft zählten, kündigte ABN Amro an. Die mit dem Wettbewerber Barclays diskutierte Fusion würde zusätzlichen Wert schaffen - dessen Aktie gewann 0,83 Prozent auf 732,50 Pence. Ein Erfolg der Gespräche sei aber nicht sicher. Nach einer entsprechenden Forderung des Fonds TCI, der Großaktionär ist, will ABN Amro sich bei einem Scheitern nach Alternativen umsehen.

Papiere von Endesa sanken um 0,27 Prozent auf 40,05 Euro, wohingegen Titel von Enel nach Zahlen 0,89 Prozent auf 7,92 Euro gewannen. Der italienische Stromversorger und Großaktionär der umworbenen Endesa hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2006 in Anbetracht von Sondereffekten weniger verdient als im Vorjahr. Zuletzt teilte Enel mit, eine Beschwerde gegen eine Sechsmonatsfrist bei einem Gegenangebot für Endesa einlegen zu wollen. Enel und Acciona dürfen frühestens im Oktober das jüngst angehobene Angebot von Eon kontern. Für Acciona ging es indes um 1,97 Prozent auf 159,49 Euro nach unten.

Aktien des Energieversorgers Energias de Portugal (EDP) sanken um 0,74 Prozent auf 4,00 Euro. Die UBS platziert 71,86 Mill. Stammaktien. Die Preisspanne liegt bei 4,08 bis 4,16 Euro, was dem Schlusskurs vom Vortag entspricht.

An der Londoner Börse standen Einzelhändler im Fokus: Alliance Boots gaben nach einem Zwischenbericht 0,78 Prozent auf 1 013,0 Pence ab. Die britische Drogerie- und Apothekenkette hatte ihre Gewinnerwartungen bestätigt und damit die Analysten der Citigroup veranlasst, ihr "Sell"-Votum zu bekräftigen. Papiere von J Sainsbury hingegen gewannen 0,18 Prozent auf 552,0 Pence - Analysten äußerten sich nach gut aufgenommenen Quartalszahlen positiv. Next-Titel legten nach Übernahmegerüchten 2,22prozent auf 2 353,0 Pence zu.

Die Ölwerte zählten im Kielwasser des höheren und zuletzt stark schwankenden Ölpreises europaweit gegen den ansonsten negativen Trend zu den größten Gewinnern. Im Eurostoxx 50 gewannen Total 0,74 Prozent auf 51,88 Euro, und Eni legten um 0,96 Prozent auf 24,08 Euro zu. Repsol verteuerten sich um 0,89 Prozent auf 25,00 Euro. In London stiegen BP-Titel um 1,56 Prozent auf 552,0 Pence. Royal Dutch Shell legten um 0,83 Prozent auf 1 698,0 Pence zu.

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