Aktienhandel Europa
Gewinnmitnahmen an Europas Börsen

Die europäischen Börsen sind am Dienstag mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Händler verwiesen auf Gewinnmitnahmen nach den Kurszuwächsen der vergangenen Tage.

dpa-afx PARIS/LONDON. Die europäischen Börsen sind am Dienstag mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Händler verwiesen auf Gewinnmitnahmen nach den Kurszuwächsen der vergangenen Tage. Die etwas besser als erwarteten US-Verbraucherpreise und der freundliche Start der Wall Street hatten die Stimmung Börsianern zufolge nur leicht aufhellen können. Einzelwerte wurden vor allem durch Übernahmespekulationen und Analystenkommentare bewegt.

Der europäische Leitindex Eurostoxx 50 fiel um 0,42 Prozent auf 4 538,31 Zähler. Der Stoxx 50 , der auch Schweizer und britische Werte umfasst, gab um 0,41 Prozent auf 3 982,39 Punkte nach. Der Euronext 100 stand mit 0,39 Prozent auf 1 073,31 Zähler im Minus. In Paris verlor der CAC 40 0,43 Prozent auf 6 099,21 Punkte. Für den Ftse 100 ging es um 0,55 Prozent auf 6 660,60 Punkte nach unten.

Zu den größten Kursgewinnern im Eurostoxx 50 gehörten die Aktien der Telecom Italia mit einem Plus von 1,07 Prozent auf 2,08 Euro. Händler verwiesen auf Medienberichte, wonach die deutsche Bertelsmann-Gruppe an der Übernahme der Telecom Italia Media interessiert sei. Die Telekom Italia dementierte jedoch Gespräche über einen Verkauf der Tochtergesellschaft.

Angetrieben von Übernahmespekulationen stiegen Vallourec mit plus 0,92 Prozent auf 229,75 Euro an die Spitze im CAC 40. Händlern zufolge kursiert am Markt erneut das Gerücht, dass Arcelormittal ein Gebot von 280 Euro je Aktie für den Röhrenhersteller plane. "Der Preis klingt ein bisschen übertrieben, allerdings dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis Vallourec übernommen wird", sagte ein Börsianer. Arcelormittal-Aktien verloren unterdessen 1,55 Prozent auf 47,58 Euro.

Aktien der Societe Generale gewannen 0,75 Prozent auf 139,79 Euro. Händler verwiesen auf anhaltende Spekulationen, wonach die französische Bankengruppe von dem italienischen Konkurrenten Unicredit übernommen werden könnte.

Pinault-Printemps-Redoute gehörten mit plus 0,20 Prozent auf 131,10 Euro ebenfalls zu den wenigen Gewinnern im französischen Leitindex. Der Luxusgüterkonzern hält nach Ablauf der verlängerten Annahmefrist für sein Puma-Übernahmeangebot 62,1 Prozent der Stimmrechte des Sportartikelherstellers . Händler äußerten sich positiv. "Es wurde eher damit gerechnet, dass PPR für eine solche Annahmequote den Preis erhöhen muss. Daher ist dieses Ergebnis klar positiv für PPR zu werten", sagte ein Börsianer.

Unterdessen fielen Novartis um 1,13 Prozent auf 65,55 Franken. Der Schweizer Pharmakonzern hat nach einem im Rahmen der Erwartungen liegenden zweiten Quartal aufgrund der Konkurrenz durch billigere Generika seine Umsatzprognose für 2007 gesenkt. Novartis bekräftigte hingegen die Erwartung, dass die fortzuführenden Geschäftsbereiche auch 2007 Rekordwerte beim operativen Ergebnis und Reingewinn erzielen werden. Die Zahlen wurden von Analysten unterdessen positiv bewertet.

In London bewegten insbesondere Studien die Kurse: Tate & Lyle gewannen an der Spitze des "Footsie" 4,90 Prozent auf 600,00 Pence. Goldman Sachs hat die Titel von "Neutral" auf "Buy" angehoben und zusätzlich auf die "Pan Europe Conviction Buy List" gesetzt. Nach einer unterdurchschnittlichen Entwicklung des Kurses im ersten Halbjahr sei Tate & Lyle für die zweite Jahreshälfte gut gerüstet. Auch Panmure Gordon hob die Einschätzung von "Hold" auf "Buy".

Dagegen rutschten Kelda < nach einer Abstufung durch die UBS um 2,74 Prozent auf 870,50 Pence ab. Die Analysten haben die Einschätzung für die Titel von "Neutral" auf "Reduce" und das Kursziel von 945 auf 891 Pence gesenkt. Lonmin verloren am Indexende 3,81 Prozent auf 3 833,00 Pence und weiteten damit ihre Vortagesverluste nach der Absatzwarnung vom Montag aus. Zudem hatten sich etliche Analysten negativ geäußert. Auch Rolls-Royce gehörten mit minus 2,83 Prozent auf 548,50 Pence zu den Verlierern - die Credit Suisse hat die Einschätzung von "Outperform" auf "Neutral" gesenkt.

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