Aktienhandel Frankfurt
Anleger tauschen Daimler in BMW-Aktien

Gestützt vom sinkenden Ölpreis hat der deutsche Aktienmarkt in einem ruhigen Handel Gewinne verbucht. Aus Enttäuschung über das Ausbleiben von Neuigkeiten über den Verkauf der verlustreichen US-Tochter Chrysler trennten sich die Anleger von Daimler-Chrysler-Aktien.

HB FRANKFURT. Der Dax hat am Mittwoch trotz Kursverlusten bei Daimler-Chrysler seinen Höhenflug fortgesetzt. Der Leitindex schloss 0,4 Prozent im Plus bei 7 073,9 Punkten, nachdem er zuvor mit 7 076 Zählern den höchsten Stand seit November 2000 markiert hatte. Aus Enttäuschung über das Ausbleiben von Neuigkeiten über den Verkauf der verlustreichen US-Tochter Chrysler trennten sich die Anleger von Daimler-Chrysler-Aktien.

„Die Stimmung am Markt ist gut, aber die Umsätze sind im Moment sehr niedrig“, sagte ein Händler. „Aus charttechnischer Sicht müsste es eigentlich noch etwas weiter nach oben laufen.“ Auch die Nebenwerte blieben gefragt. Der MDax kletterte zeitweilig auf ein Rekordhoch bei 10 448 Punkten. Für Unterstützung sorgte der weitere Rückgang des Ölpreises.

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Dieser beschleunigte sich, nachdem der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad die seit knapp zwei Wochen festgehaltenen britischen Soldaten freigelassen hat und damit eine schwere internationale Krise beendete. Schwache US-Konjunkturdaten - sowohl die Zahlen zu den Auftragseingängen der US-Industrie wie auch der ISM-Index für den US-Dienstleistungssektor verfehlten die Erwartungen - konnten die Stimmung der Anleger nur wenig trüben.

Gesprächsthema auf dem Börsenparkett war die Hauptversammlung von Daimler-Chrysler. Obwohl Konzernchef Dieter Zetsche zum ersten Mal Verkaufsgespräche über Chrysler einräumte, hält er weiter auch einen Verbleib des Sorgenkinds im Konzernverbund für denkbar. „Die Börse hat klare Aussagen von Zetsche zum Chrysler-Verkauf erwartet. Zetsche hat aber nur das erzählt, was alle eh schon gewusst haben“, begründete ein Händler den Kursverlust der DaimlerChrysler-Aktie von 1,45 Prozent. Unterdessen hat die zur Deutschen Bank gehörende Fondsgesellschaft DWS eine Abspaltung von Chrysler vom Mutterkonzern verlangt. „Wenn Chrysler am Ende zum Scheidungsrichter geführt würde, wären wir sehr dankbar“, sagte Fondsmanager Henning Gebhardt. Hingegen standen die Titel des Konkurrenten BMW mit einem Plus von 2,5 Prozent in der Gunst der Anleger weit oben.

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