Aktienhandel Frankfurt
Chinesische Daten korrigieren Dax nach unten

Die Angst vor einer Überhitzung der chinesischen Konjunktur und den möglichen Folgen für die Weltwirtschaft hat am Donnerstag am deutschen Aktienmarkt Anleger zu Gewinnmitnahmen veranlasst. „Aber generell werte ich die Verluste heute durchaus als eine gesunde Korrektur“, erklärte Michael Köhler, Stratege bei der Landesbank Baden-Württemberg.

HB FRANKFURT. Der Dax verlor in der Spitze 1,7 Prozent auf 7 155 Punkte und setzte damit seine Talfahrt vom Vortag fort. Bis zum Ende des elektronischen Handels holte der Leitindex allerdings etwas auf und schloss mit 7 242,73 Punkten nur noch 0,54 Prozent im Minus.

„Die Anleger fürchten, dass China beim Wachstum stärker auf die Bremse treten muss. Damit könnte neben der US-Wirtschaft noch eine weitere Lokomotive für die Weltkonjunktur ins Stocken kommen“, sagte ein Börsianer. An der Wall Street gaben die Kurse etwas nach. In Tokio, der asiatischen Leitbörse, war der Nikkei-Index um 1,7 Prozent gefallen. Händler hatten auf den Kursrückgang an der Börse in Schanghai verwiesen, wo der Leitindex 4,5 Prozent verloren hatte.

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Im ersten Quartal war die chinesische Wirtschaft mit 11,1 Prozent stärker als im Vorquartal (10,4 Prozent) gewachsen. „Diese Zahlen werden als sehr stark angesehen und bedeuten, dass die chinesische Wirtschaft mit einer sehr hohen Rate wächst, und das kann Zinserhöhungen auslösen“, erklärte Chirstophe Donay, Stratege bei Kepler Equities. Der Kursrückgang in Schanghai erinnere an den Kurseinbruch Ende Februar, sagten Händler. Wie damals hatten zuvor die Aktienkurse in Europa kräftig zugelegt.

Schon seit Tagen halten Händler einen Kursrückgang für überfällig. Seit dem Einbruch der Kurse Ende Februar hatte der Dax in der Spitze wieder 14 Prozent gewonnen. „Das sollte man heute nicht überbewerten“, fügte ein Händler hinzu. Wenig Impulse kamen entgegen den Erwartungen der Anleger von der Zwischenbilanz des Handy-Weltmarktführers Nokia . Nokia blieb beim Umsatz etwas hinter den Markterwartungen zurück. Der Preiskampf bremste das Gewinnwachstum, wie der Konzern mitteilte. Die Aktien von Nokia legten in Helsinki dennoch knapp 3,5 Prozent zu.

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