Aktienhandel Frankfurt
Dax beendet Handel mit Verlusten

Die Aussicht auf steigenden Zinsen im Euroraum hat den deutschen Aktienmarkt hat am Donnerstag belastet. Der Dax schloss mit minus 0,56 Prozent auf 6 876,73 Punkte. Der MDax gab 0,18 Prozent auf 9 957,99 Zähler ab, nachdem der Index für die mittelgroßen Werte am Morgen erstmals in seiner Geschichte die psychologisch wichtige Marke von 10 000 Punkten überschritten hatte. Der TecDax verlor 1,93 Prozent auf 842,07 Zähler.

HB FRANKFURT. Nach Einschätzung der Commerzbank kündigte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet mit seinen Aussagen eine Leitzinserhöhung im März faktisch an. "An einer Erhöhung im März um weitere 0,25 Punkte auf dann 3,75 Prozent besteht kein Zweifel", sagte Experte Michael Schubert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte ihren Leitzins wie erwartet unverändert belassen. Trichet sagte jedoch, die EZB werde "starke Wachsamkeit" hinsichtlich von Inflationsrisiken zeigen. Die Zinsen in der Eurozone seien "weiterhin niedrig" und die Geldpolitik bleibe "versorgend". Es bestünden weiterhin mittelfristige Aufwärtsrisiken für die Inflation.

MAN-Titel legten nach einem Pressebericht und positiven Studien als Dax-Spitzenreiter um 3,35 Prozent auf 87,20 Euro zu. Der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zufolge will der größte MAN-Aktionär Volkswagen auf der Hauptversammlung im Mai mindestens zwei Vertreter in das Kontrollgremium wählen lassen. Einige Mitglieder des MAN-Aufsichtsrats vermuten sogar, VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch werde sich selbst zur Wahl stellen. Zudem hatte Goldman Sachs die MAN-Aktie mit "Buy" wieder aufgenommen und die Aktien mit einem Kursziel von 101 Euro auf die "Conviction Buy List" genommen.

Das Papier von Eon verlor 0,90 Prozent auf 110,65 Euro. Händler verwiesen auf Medienberichte, denen zufolge die spanische Regierung die Entscheidung über den Verkauf ihres drei-prozentigen Endesa-Anteils an Eon verzögern will. "Am Markt wurde auf einen schnellen Abschluss gehofft - jede Verzögerung ist negativ", sagte ein Börsianer. Allerdings hätten die Titel in den vergangenen Tagen gut zugelegt, es gebe Gewinnmitnahmen. Unterdessen hat Goldman Sachs die Aktien auf die "Conviction Buy List" gehoben.

Aktien von Metro gaben in Reaktion auf eine negative Studie 2,24 Prozent auf 53,18 Euro nach. Die Titel des Einzelhändlers litten laut Händlern unter einer Abstufung der Hypovereinsbank. Die Analysten hatten Metro von "Buy" auf "Hold" gesenkt, das Kursziel hingegen von 55 auf 57 Euro angehoben. Im ersten Quartal 2007 dürften die Umsätze der Elektronikmärkte unter den Vorzieheffekten des letzten Quartals 2006 leiden, hieß es unter anderem zur Begründung.

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