Aktienhandel Frankfurt
Dax bleibt auf Börsentalfahrt

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt bleiben nervös: "Alle haben Angst vor einer Rezession in den USA", sagte ein Händler. "Die Leute bleiben lieber auf ihrem Bargeld sitzen als zu investieren". Selbst gute Zahlen von der Deutschen Bank und die Aussagen der Europäischen Zentralbank, die den Leitzins bei vier Prozent belassen hatte, verpufften nahezu wirkungslos.

HB FRANKFURT. Am Abend schloss der Dax mit einem Minus von 1,7 Prozent auf 6 734 Punkten, aber damit immerhin deutlich über dem Tagestief bei 6 655 Punkten. Viele Marktteilnehmer rechnen mit weiteren Kursverlusten. "Ich gehe davon aus, dass der Dax mittelfristig bis auf 6 400 Punkte fällt. Das schließt kleinere Erholungsphasen aber nicht aus", sagte ein Händler.

Mit einem Plus von zeitweise bis zu drei Prozent gehörten die Aktien der Deutschen Bank nach der Vorlage der Bilanz für 2007 zunächst zu den wenigen Gewinnern im Dax. Bis zum Abend schmolz das Plus aber auf 0,4 Prozent zusammen, so dass der Titel mit 75,27 Euro aus dem Handel ging. "Alle sind erleichtert, dass es keine Subprime-Abschreibungen gab. Schließlich mussten die anderen Banken immer größere Verluste nachmelden", sagte ein Händler.

Der deutsche Branchenprimus hatte unter seinem Chef Josef Ackermann trotz der Finanzkrise 2007 einen Rekordgewinn eingefahren und dabei die Erwartungen der Analysten übertroffen. Dennoch blieben viele Händler skeptisch. "Die Zahlen waren zu glatt. Man traut dem Braten nicht so ganz", sagte ein Börsianer.

Schon am Mittag waren die Titel der Postbank an den Papieren der Deutschen Bank vorbeigezogen und hatten sich mit Kursgewinnen von bis zu sechs Prozent auf den Spitzenplatz der Gewinnerliste gesetzt. Diesen verteidigten die Aktie bis zum Abend und schloss 1,6 Prozent höher auf 57,89 Euro.

Bereits am Vortag hatten die Postbank -Aktien wegen Fusionsspekulationen knapp elf Prozent zugelegt, nun gab Deutsche-Bank-Chef Ackermann diesen Fantasien neue Nahrung: Eine Fusion von Deutscher Bank und Postbank wäre eine "sinnvolle Lösung für Deutschland", sagte er. Die Deutsche Bank sei gesprächsbereit.

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