Aktienhandel Frankfurt
Dax bleibt knapp unter 8000 Punkten

Der deutsche Aktienmarkt hat nach einem bewegtem Handelstag am Mittwoch im Plus geschlossen, die 8000-Punkte-Marke konnte der Dax aber nicht halten. Optimistische Geschäftsausblicke von Yahoo und Intel haben die Nachfrage nach Technologiewerten angefacht. Die Aktien von Infineon und SAP zählten zu den größten Gewinnern im Dax. Erleichterung über den Zwischenbericht der drittgrößten US-Bank JP Morgan Chase stützte die Kurse der Bankenwerte hingegen nur zeitweise.

HB FRANKFURT. Der Dax stieg um 0,3 Prozent auf 7985 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Werte legte von den deutlichen Gewinnen bei der IKB und Pfleiderer beflügelt um 1,23 Prozent auf 10 664,41 Zähler zu. Der Technologiewerte-Index TecDax stieg um 1,28 Prozent auf 1 015,88 Punkte.

„Die Quartalszahlen aus den USA waren besser als erwartet - vor allem Intel hat sehr gute Zahlen vorgelegt“, erläuterte ein Händler. „Nach der Gewinnwarnung von Ericsson hat das die Gemüter wieder etwas beruhigt.“ Der weltgrößte Chiphersteller Intel hatte mit seinem Ausblick die Anleger positiv überrascht. Yahoo legte ebenfalls einen Zwischenbericht vor, den die Börse in New York gut aufnahm. Coca-Cola wies einen Gewinn aus, der über den Erwartungen lag. „Die Berichte zeigen, dass die Bremsspuren der Kreditkrise in den USA bei den Unternehmen nicht so stark sind wie von vielen befürchtet“, sagte ein Händler. IBM und der Technologiekonzern United Technologies überzeugten die Anleger auf den zweiten Blick aber nicht und sorgten somit für fallende Kurse an der Wall Street.

Der unerwartet deutliche Anstieg der US-Verbraucherpreise im September und der etwas stärkere Rückgang bei den US-Wohnbaubeginnen standen im Hintergrund. „So richtig Klarheit haben die Statistiken nicht gebracht, also konzentriert man sich lieber auf die Unternehmensberichte“, kommentierte ein Händler.

Infineon an der Dax-Spitze

An die Spitze im Dax setzten sich die Aktien von Infineon mit einem Plus von zwei Prozent auf 11,05 Euro. Ein Händler verwies darauf, dass Intel hat seinen Ausblick angehoben habe. Deshalb setzten die Anleger darauf, dass auch bei beim Münchener Chiphersteller die Geschäfte gut laufen. Auch die Aktien des Softwarekonzerns SAP legten 1,8 Prozent auf 39,60 Euro zu. Die Walldorfer werden am Donnerstag ihre Geschäftszahlen präsentieren. Die Aktien von Siemens machten einen Teil ihrer Vortagesverluste im Sog des Ericsson-Schocks wieder gut und legten 0,7 Prozent auf 93,56 Euro zu.

Zurückhaltend reagierten die Anleger bei der Münchener Rück auf deren Zukauf in den USA. Der Rückversicherer übernimmt den US-Spezialversicherer Midland Company für 1,3 Mrd. Dollar. Analysten bezeichneten den Kaufpreis als hoch. Die Münchener-Rück-Aktien verloren 0,7 Prozent.

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