Aktienhandel Frankfurt
Dax bricht erneut massiv ein

Wegen düsterer Aussichten für europäische Autowerte und Finanztitel haben die meisten Anleger am Dienstag einen Bogen um Aktien gemacht.

HB FRANKFURT. Der Dax stürzte im Sog der schwächeren US-Börsen unter 6 600 Punkte und schloß 2,2 Prozent schwächer bei 6 545 Punkten. Der MDax gab 1,98 Prozent ab und schloss bei 8 855,89 Zählern, der Tecdax verlor 0,68 Prozent auf 763,10 Punkte.

Auch an den anderen europäischen Börsen ging die Talfahrt weiter. Der Europa-Index Stoxx50 fiel um 1,6 Prozent auf 3 093 Punkte.

"Die Stimmung ist wieder einmal grottenschlecht, es gibt keinen Silberstreif am Horizont. Jede kleine Erholung wird für einen Abverkauf genutzt", sagte Aktienhändler Matthias Melms von der NordLB.

Investoren stießen Finanzwerte aus Angst vor weiteren Verlusten aus der Kreditkrise ab. Negative Aussagen von Peugeot zur europäischen Branche führte bei Autoaktien zu großen Kursverlusten. "Momentan gibt es keine Gegenwehr" so ein Händler.

Nur ein Dax-Werte konnte überhaupt nennenswert zulegen: TUI gewann über 4 Prozent. Größter Verlierer waren Continental mit über 7 Prozent Minus.

Nachdem ein US-Gericht den Patentschutz der Bayer-Pille Yasmin gekippt hat, verloren die Aktien des Pharma- und Chemiekonzerns 5,8 Prozent.

In den USA hatte der weltgrößte Chiphersteller Intel vor anhaltendem Preisverfall bei Speicherchips gewarnt und heizte damit die Furcht vor sinkenden Investitionen und einer Rezession in den USA an.

Zum Handelsschluss in Europa lagen der Dow-Jones-Index und der Nasdaq-Composite jeweils 1,1 Prozent im Minus. Das Handelsvolumen im Dax lag bei 191 (Vortag: 148) Mill. Aktien. Der Umsatz stieg auf 7,6 (6,2) Mrd. Euro.

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