Aktienhandel Frankfurt
Dax dümpelt noch ein bisschen unter 7 000 Punkten

Der Dax hat sich am Freitag mit einem leichten Plus ins Wochenende gerettet, die 7 000-er Marke aber nicht mit in die handelsfreien Tage nehmen können. Auf dem Parkett ist man jedoch überzeugt, dass der Index die Sieben als erste Stelle bald wieder dauerhaft tragen wird.

HB FRANKFURT. Der Leitindex schloss 0,3 Prozent höher bei 6 993 Punkten, nachdem er über weite Strecken des Tages kaum verändert notiert hatte. „Ich bin der Meinung, dass der Dax noch weiter laufen wird“, sagte ein Händler. „Die Unternehmenszahlen sind gut und liegen oft über den Erwartungen, daher ist der Markt noch nicht zu teuer.“ Der überraschende Rückgang des Ifo-Index im Februar trübte die Stimmung am Markt nur wenig. „Deutschland steht keine dramatische Konjunkturabkühlung bevor“, erklärte Volkswirt Jürgen Michels von der Citigroup.

Der Ölpreis rückte am Freitag wieder etwas stärker in den Vordergrund. Unter anderem die Angst vor zunehmenden Spannungen zwischen dem Iran und den USA trieb an den Öl-Terminmärkten den Preis für ein Fass Öl wieder auf mehr als 61 Dollar.

Größter Gewinner im Dax waren die Aktien des Index-Schwergewichts Deutsche Telekom mit einem Aufschlag von 2,5 Prozent auf 13,79 Euro. Händler begründeten das Plus unter anderem mit dem Inkrafttreten des Telekommunikationsgesetz zum VDSL-Netz am Samstag. Nach Ansicht von EU-Kommission und Telekom-Konkurrenten wird dadurch die Deutsche Telekom bevorzugt. Ein Börsianer merkte zudem an: „Die Anleger suchen nach Aktien, die noch nicht so gut gelaufen sind. Und davon profitiert die T-Aktie auch.“ Die Aktien des Bonner Konzerns haben seit Jahresbeginn 2,8 Prozent verloren, während der Dax knapp sechs Prozent gewonnen hat.

Mit einem Plus von 1,5 Prozent standen die Papiere von RWE weit oben auf der Einkaufsliste der Anleger. Zwei Tage nach der Ankündigung des Abschieds von Konzernchef Harry Roels wies der Energiekonzern einen leicht über den Schätzungen von Analysten liegenden Umsatz- und Gewinnanstieg aus.

Zeitweise um bis zu 2,4 Prozent legten die Aktien der Deutschen Börse zu. „Das ist zum einen eine technische Erholung und zum anderen die Meldung, wonach Atticus eine Abspaltung von Clearstream will“, sagte ein Händler. Der US-Hedge-Fonds Atticus will zwar keine Loslösung von Clearstream aus dem Konzernverbund, hat sich aber für eine rechtliche Verselbstständigung der Abwicklungstochter unter dem Dach der Börse stark gemacht. Mit einem Anteil von knapp zwölf Prozent ist Atticus einer der größten Aktionäre des Börsenbetreibers. Die Aktien der Deutschen Börse schlossen 0,8 Prozent höher.

Positive Analystenkommentare gaben den Aktien des Dialysespezialisten Fresenius Medical Care (FMC) und denen des Mutterkonzerns Fresenius kräftig Auftrieb. Die FMC-Aktien legten im Dax gut zwei Prozent zu, die Fresenius-Titel kletterten im Nebenwerteindex MDax um 2,2 Prozent.

Spitzenreiter im MDax waren die Aktien des Stahlhändlers Klöckner & Co mit einem Plus von 5,6 Prozent. Sie profitierten von Analystenempfehlungen.

Im TecDax setzten die Titel von Aixtron ihren Höhenflug fort und stiegen um gut zehn Prozent. Händler erklärten das Interesse an den Aktien des Chip-Anlagenbauers mit den am Vortag bekannt gegebenen Aufträgen aus China.

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