Aktienhandel Frankfurt
Dax fällt im Sog der Wall Street

Im Sog der schwachen Wall Street haben auch die Kurse am deutschen Aktienmarkt zum Wochenschluss nachgegeben. Der Dax fiel um 1,4 Prozent auf 6 806 Punkte und schloss damit die Woche mit einem Minus von knapp einem halben Prozent. Ein Händler kommentierte: "Ich bin froh, dass diese Woche vorbei ist."

HB FRANKFURT. Der Leitindex hat in dieser Woche fast täglich seine Richtung geändert und ist mehrfach an die 7 000-Punkte-Marke gestoßen. Am Freitag verstimmte zusätzlich die enttäuschende Bilanz von RWE, die den Aktienkurs des Energieriesen um 5,7 Prozent ins Minus drückte.

"Ich bin froh, dass diese Woche vorbei ist", sagte ein Händler. "Egal, was sie machen, es kostet Geld. Da trifft die alte Börsenweisheit "Ob long, ob short, das Geld ist fort' den Nagel auf den Kopf." Die Anleger seien hochgradig nervös, viele Kunden wollten gar nichts mehr machen. "Man kann momentan entweder sehr viel richtig oder sehr viel falsch machen, das geht extrem an die Nerven", fasste ein weiterer Börsianer die Stimmung zusammen.

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Schlusslicht im Dax waren die RWE-Aktien, die den Index alleine um 22 Punkte drückten. "Die Zahlen waren vorsichtig formuliert sehr bescheiden. Das ist nicht der Auftakt, den Konzernchef Großmann sich gewünscht hatte", sagte ein Händler. Jürgen Großmann führt den Konzern seit Oktober. Analysten beschrieben den Ausblick als zurückhaltend. RWE hatte 2007 bei stagnierenden Umsätzen das betriebliche Ergebnis weniger stark gesteigert als von Analysten erwartet. In den Sog von RWE gerieten E.ON, die um zwei Prozent fielen und als Schwergewicht so den Index um 15 weitere Punkte drückten.

Besonders unter Druck waren auch einige der Vortagesfavoriten wie Continental, die 4,2 Prozent abgaben. Am Donnerstag hatten die Aktien des Autozulieferers nach der Bilanzvorlage 3,6 Prozent an Wert gewonnen.

Auch die übrigen Autowerte gaben am Freitag nach. Händler verwiesen auf kritische Analystenkommentare. Die Aussicht auf steigende Materialpreise und der hohe Benzinpreis könnten zudem die Verbraucher für geraume Zeit vom Autokauf abschrecken. Daimler verloren zwei Prozent, BMW 2,3 Prozent und Porsche, die in keinem Index gelistet sind, sogar 3,4 Prozent.

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