Aktienhandel Frankfurt
Dax geht arg gebeutelt ins Wochenende

Der deutsche Leitindex kannte auch am Freitag wieder nur eine Richtung – abwärts. Nach einem fünfprozentigen Kursrutsch binnen drei Handelstagen sind die Anleger nervös geblieben. Belastet von anhaltenden Kursverlusten der Deutschen Telekom büßte der Dax seine Auftaktgewinne schnell wieder ein.

HB FRANKFURT. Der deutsche Leitindex fiel zum Handelsschluss um 0,56 Prozent auf 6603,32 Punkte. Seit Erreichen der Marke von 7000 Punkten am Montag verlor der Dax damit rund 400 Zähler. Der MDax gab am Freitag 0,32 Prozent auf 9533,46 Zähler ab. Der TecDax fiel um 0,16 Prozent auf 795,91 Punkte.

„Die Nervosität nach den jüngsten Kursverlusten ist weiter groß, viele Investoren lösen daher ihre Positionen so kurz vor dem Wochenende auf“, sagte Marktstratege Stefan de Schutter von Alpha Wertpapierhandel. „Ausgestanden scheint das Ding noch nicht zu sein“, erklärte Sascha Propp vom Brokerhaus RG Securities zur Talfahrt der vergangenen Tage. Ein Händler ergänzte: „Der Kursrutsch in China vom Dienstag steckt den Anlegern noch in den Knochen.“ Sal.-Oppenheim-Händler Marc Pierschel sagte: „Es scheint wie im Mai letzten Jahres eine große Korrektur zu sein.“ Damals hatten die großen europäischen Indizes binnen vier Handelswochen rund 15 Prozent eingebüßt.

Zur Beruhigung trugen am Nachmittag Äußerungen von William Poole, Chef der Notenbank von St. Louis, zur konjunkturellen Entwicklung in den USA bei. „Wir sehen derzeit keine Anzeichen für eine Rezession“, sagte Poole. Damit wandte er sich indirekt gegen Äußerungen des früheren Fed-Chefs Alan Greenspan. Dieser hatte einige Investoren unruhig gemacht mit der Warnung, die US-Wirtschaft könne in eine Rezession rutschen.

Größter Verlierer im Dax waren wie am Vortag die T-Aktien mit einem Abschlag von 2,4 Prozent auf 12,73 Euro. Händler verwiesen auf die Verkaufsempfehlung von Merrill Lynch und eine Abstufung durch Morgan Stanley in Reaktion auf die am Donnerstag präsentierten Geschäftszahlen des Telekomkonzerns. „Herr Obermann hat an Glanz verloren“, sagte ein Händler mit Blick auf den mit viel Vorschusslorbeeren im November in sein Amt gegangenen Telekom-Chef Rene Obermann.

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