Aktienhandel Frankfurt: Dax geht nach Höhenflug die Luft aus

Aktienhandel Frankfurt
Dax geht nach Höhenflug die Luft aus

Der Dax hat am Mittwoch einen kurzen Ausflug über die 7 000-Punkte-Linie unternommen, bevor ihm die Höhenluft zu dünn wurde und er nach schlechten Vorgaben aus Übersee ins Minus rutschte. Als die jüngsten US-Inflationsdaten vorlagen, bekamen viele Anleger kalte Füße.

HB NEW YORK. Der Dax rutschte um 0,6 Prozent auf 6 941 Punkte. Am Vormittag hatte er noch mit 7 005 Punkten so hoch wie seit Herbst 2000 nicht mehr notiert. Der Nebenwerteindex MDax drehte am Nachmittag ebenfalls ins Minus und verlor 0,4 Prozent auf 10 162 Punkte.

„Da fehlt noch der letzte Kick, um die 7 000 Punkte so richtig zu nehmen“, erklärte Postbank-Aktienstratege Heinz-Gerd Sonnenschein. Die Entwicklung der US-Verbraucherpreise im Januar enttäuschten die Anleger am Nachmittag. Die Preise waren gegenüber Vormonat und Vorjahr stärker als erwartet gestiegen. „Da haben einige Anleger wohl Angst vor der eigenen Courage bekommen und lieber Kasse gemacht“, kommentierte ein Börsianer. Der Dax hat seit Jahresbeginn schon fast sechs Prozent gewonnen.

Schon vor der Veröffentlichung der Preisdaten waren die im Dax schwer gewichteten Aktien von RWE unter Druck geraten. Der Konzern kündigte die Ablösung von Vorstandschef Harry Roels durch den Stahlunternehmer Jürgen Großmann für Januar nächsten Jahres an. „Am Kapitalmarkt hätte man es begrüßt, wenn der Vertrag mit Roels verlängert worden wäre“, erklärte Analyst Matthias Heck von Sal. Oppenheim. RWE wird zudem am Freitag seine Geschäftszahlen veröffentlichen. „Großmann hat den Ruf eines ausgezeichneten Sanierers. RWE ist jedoch kein Sanierungsfall. Über welche Visionen Großmann im Energiebereich verfügt, muss abgewartet werden“, fügte Heck hinzu. RWE verloren 3,4 Prozent auf 78,35 Euro und bildeten damit das Schlusslicht im Dax.

Gewinnmitnahmen drückten die Aktien von Daimler-Chrysler um 2,8 Prozent. Der Kreis potenzieller Käufer für die verlustträchtigen US-Tochter Chrysler schrumpft. Nach dem koreanischen Autobauer Hyundai Motor und dem italienischen Fiat-Konzern haben auch Renault und Nissan Motor einem Zeitungsbericht zufolge abgewinkt.

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