Aktienhandel Frankfurt
Dax-Gewinne schmelzen dahin

Schwache US-Konjunkturdaten haben die Kauflaune der Anleger am deutschen Aktienmarkt am Donnerstag getrübt. Zwar konnte sich der Dax nach der Weihnachtspause bei ruhigem Handel über der Marke von 8 000 Punkten halten. Allerdings gab er am Nachmittag einen Teil seiner anfänglichen Gewinne wieder ab.

HB FRANKFURT. Am Vormittag hatte der Index noch 0,8 Prozent zugelegt und war damit bis auf rund 90 Punkte an das am 13. Juli aufgestellten Allzeithoch von 8 151 Zählern gestiegen. Bei Handelsschluss lag der Dax 0,45 Prozent höher bei 8 038 Punkten.

In den USA stagnierte im November der Auftragseingang bei langlebigen Gütern, während Analysten ein Plus erwartet hatten. Zudem wurden mehr Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt, als die Experten prognostiziert hatten. "Die Zahlen sehen nicht gut aus, die Amerikaner haben eine schwere Zeit vor sich. Das sieht nach einer harten Landung aus", erklärte ein Händler. Für ein wenig Entspannung sorgten im weiteren Handelsverlauf Daten, denen zufolge die Konsumenten in der weltgrößten Volkswirtschaft optimistischer sind als erwartet.

Belastet wurde der Aktienmarkt zudem von dem tödlichen Attentat auf die pakistanische Oppositionspolitikerin Benazir Bhutto. "Wie bei Anschlägen dieser Art zu erwarten, ist der Markt abgesackt", sagte ein Börsianer. Im Gegenzug stieg der Preise für das als sichere Anlage geltende Gold an.

Insgesamt berichteten Händler am einzigen vollen Handelstag zwischen Weihnachten und Neujahr von einem ruhigen Geschäft. "Ich lege eher die Füße hoch", sagte ein Börsianer mit Blick auf geringe Handelsumsätze und nur wenige Nachrichten von der Unternehmensseite. Kleinere Orders genügten schon, um die Kurse einzelner Aktien zu bewegen, erklärten Händler. Die Geldspritze für die US-Investmentbank Merrill Lynch aus Singapur wurde meist positiv aufgenommen. "Das bringt Fantasie an den Markt, dass sich die Staatsfonds auch an anderen Banken beteiligen", sagte ein Börsianer. Deutsche-Bank-Aktien kletterten 1,5 Prozent. Einige Börsianer warnten aber, dass offenbar das US-Finanzsystem ohne die Hilfe der asiatischen Staatsfonds große Probleme hätte. Insgesamt verschafft sich Merrill Lynch bis zu 7,5 Mrd. Dollar frisches Kapital, wobei der größte Batzen vom singapurischen Staatsfonds Temasek kommt.

Seite 1:

Dax-Gewinne schmelzen dahin

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%