Aktienhandel Frankfurt
Dax: Hypothekenkrise verunsichert Anleger

Zinssenkung – vergessen. Überraschend gute US-Arbeitsmarktdaten – kein Thema. Die US-Hypothekenkrise hält die Anleger trotz all der guten Nachrichten weiter in Atem. Der Dax fiel zum Wochenschluss um 0,4 Prozent auf 7849 Punkte. Bestimmte Werte litten besonders.

HB FRANKFURT. Nach den Gerüchten um Citigroup am Donnerstag, geriet am Freitag die Investmentbank Merrill Lynch in die Schlagzeilen. Die Anleger verkauften daher weiter vor allem Finanzwerte.

Auch der laut amtlicher Darstellung überraschend robuste US-Arbeitsmarkt beruhigte die Anleger nicht nachhaltig. „Viele haben Angst, dass wegen der US-Subprime-Krise noch einiges nachkommt“, sagte ein Händler. „Bei Merrill Lynch sollen die Abschreibungen höher als bisher gedacht sein“, merkte ein Händler unter Hinweis auf eine Studie der Deutschen Bank zu dem US-Haus an.

Zudem soll Merrill Lynch einem Zeitungsbericht zufolge teuere Risiken im Anleihegeschäft vorerst aus ihren Büchern genommen und im großen Stil mit Hypotheken besicherte Wertpapiere an Hedgefonds verkauft haben. Die Investmentbank erklärte, sie habe keine Anzeichen für solche Transaktionen. Die Merrill-Lynch-Aktien brachen in New York zeitweise um mehr als zehn Prozent ein.

Bereits am Vortag hatte eine Analystenstudie über einen möglicherweise milliardenschweren Kapitalbedarf der Citigroup, der größten US-Bank, die US-Hypothekenkrise an den Märkten wieder in den Vordergrund gerückt. Unter den Finanztiteln verloren Branchenprimus Deutsche Bank am Freitag gut zwei Prozent, Postbank fast drei Prozent und Commerzbank 1,5 Prozent.

Auf den Verkaufszetteln der Anleger standen zudem die Anteilsscheine des Stahlkonzerns ThyssenKrupp mit einem Abschlag von 3,3 Prozent. Stahlaktien seien derzeit nicht gefragt, sagten Händler mit Blick auf die etwas gedämpften Konjunkturaussichten.

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