Aktienhandel Frankfurt Dax kann 7 000er-Marke nicht halten

Enttäuschende US-Konjunkturdaten haben den Dax ausgebremst: Zum zweiten Mal in dieser Woche hat der Deutsche Aktienindex die 7 000er-Marke überschritten, den Wert dann aber doch nicht halten können. Beste Werte im Dax waren Thyssen-Krupp und Continental.
Quelle: Handelsblatt
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HB FRANKFURT. Guten Bilanzdaten von Großkonzernen haben den Anlegern am deutschen Aktienmarkt am Donnerstag zwar wieder etwas Mut gemacht. Doch dämpften am Nachmittag enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA die Stimmung. Der Dax, der gegen Mittag mit 7 017 Punkten noch 1,7 Prozent im Plus gelegen hatte, rutschte auf das Vortagesschlussniveau. Mit 6 904,85 Punkten notierte der Leitindex zum Handelsende lediglich 0,07 Prozent höher. Mit einem Kurssprung von zeitweise mehr als 20 Prozent reagierten die Aktien des angeschlagenen Solarunternehmens Conergy auf die Ankündigung eines Einstiegs neuer Investoren.

Gestützt wurden die Kurse durch die überzeugende Geschäftsberichte. "Die Zahlen der Allianz kamen bei den Investoren gut an", erklärte ein Börsianer. Nachdem die Wall Street auf einen überraschend starken Rückgang des Konjunkturindex der Fed von Philadelphia mit Kursverlusten reagierte, verließ auch in Frankfurt die Anleger der Mut.

Einer der Gewinner, die sich bis zuletzt in positivem Terrain behaupteten, waren die im Dax schwer gewichteten Aktien der Allianz mit einem Plus von 0,8 Prozent auf 118,44 Euro. Der Konzern hatte einen Rekordgewinn ausgewiesen und eine 45-prozentige Dividendenerhöhung angekündigt. "Der Ausblick überzeugt", fügte ein Händler hinzu. Zudem helfe ein Bericht der "Financial Times Deutschland", wonach der Finanzkonzern am Kauf der Postbank interessiert sei. Allianz -Chef Michael Diekmann vermied es auf der Bilanzpressekonferenz, zur Zukunft der Problemtochter Dresdner Bank Stellung zu nehmen. Die Aktien der Münchener Rück zogen um zwei Prozent auf 116,23 Euro an.

Größter Dax-Gewinner waren die Aktien von ThyssenKrupp mit einem Plus von 4,4 Prozent, Händler verwiesen auf die zweite Preiserhöhung des Rivalen ArcelorMittal in diesem Monat. ArcelorMittal legten in Paris ebenfalls 4,4 Prozent zu. Salzgitter stiegen im MDax um 3,7 Prozent.

Mit einem Kursplus von 3,6 Prozent honorierten die Anleger den Rekordgewinn des Autozulieferers Continental. Der Konzern, der nach der Übernahme des Autoelektronik-Spezialisten VDO dort 2000 Stellen abbauen will, plant für 2008 weitere Umsatz- und Gewinnsteigerungen.

Nicht begeistert waren die Anleger dagegen vom Quartalsbericht der BASF. Vor allem die Entwicklung im vierten Quartal enttäuschte die Investoren. Dies drückte bis Handelsschluss den Kurs von BASF um 1,8 Prozent ins Minus.

Zum größten Gewinner avancierten im MDax am Nachmittag die Titel von Premiere, die um 4,4 Prozent zulegten. Händler verwiesen darauf, dass Medienmogul Rupert Murdoch über seine News Corp an dem Bezahlfernsehsender auf knapp 20 von zuvor knapp 15 Prozent aufgestockt hat.

Im TecDax sorgten die Aktien von Conergy für Furore. Mit einem Plus von über 17 Prozent gingen die Aktien aus dem Handel. Die angeschlagene Solarfirma kann mit dem bevorstehenden Einstieg der Gründer des Generika-Herstellers Hexal, Andreas und Thomas Strüngmann, wieder etwas beruhigter in die Zukunft schauen.

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