Aktienhandel Frankfurt
Dax kann Gewinne nicht halten

Gleich zu Handelsbeginn markierte der Dax bei 7 534 Punkten ein neues Jahreshoch, sackte im weiteren Tagesverlauf aber wieder deutlich ab. Am Ende reichte es gerade noch für ein kleines Plus. Für Verwunderung sorgte vor allem der kräftige Kurssprung bei Altana.

HB FRANKFURT/M. Der deutsche Leitindex Dax ist am Montag auf der Stelle getreten. Mit Altana an der Spitze gewann das Börsenbarometer plus 0,12 Prozent auf 7525,69 Punkte und bewegte sich im gesamten Tagesverlauf in einer Spanne von lediglich 30 Punkten. Der MDax legte um 0,37 Prozent auf 10 849,84 Punkte zu. Der TecDax gab hingegen um 0,06 Prozent auf 873,39 Punkte nach. „Es war mit wenigen Ausnahmen extrem ruhig an der Börse“, sagte Händler Ascan Iredi von der Postbank. Die Nachrichten zu einzelnen Unternehmen am Markt seien aber insgesamt recht positiv gewesen.

Größter Dax-Gewinner waren mit Abstand Altana-Aktien mit einem Plus von über 13 Prozent. Eine eindeutige Erklärung gab es jedoch nicht. Börsianer führten die hohe Nachfrage vor allem auf institutionelle Investoren zurück. Am Freitag, dem Tag der Ausschüttung, hatten die Altana-Aktien unter Herausrechnung des Dividendenabschlags von 34,80 Euro bereits mehr als 60 Prozent zugelegt. Händlern zufolge hatten vor allem ausländische Investoren die Titel vor der Dividendenzahlung verkauft, um Steuern zu sparen. Danach deckten sie sich wieder mit den Papieren ein.

Das milliardenschwere Angebot des Aluminiumkonzerns Alcoa für Alcan beflügelte Aktien aus dem Stahlsektor. Obwohl nicht direkt der Alumbranche zuzuordnen, legten Aktien wie ThyssenKrupp oder Salzgitter um bis zu 2,6 Prozent zu. „Der Markt springt zurzeit auf jedes M&A-Thema. Jetzt ist gerade Stahl an der Reihe“, sagte ein Frankfurter Händler.

Auf den Einkaufslisten der Anleger standen auch die Anteilsscheine der Deutschen Börse, die in der Spitze rund 1,5 Prozent zulegten. Händler sprachen von einem günstigen Einstiegsniveau nach den jüngsten Kursverlusten. „Sicherlich ist da auch eine gewisse Erleichterung im Spiel, dass jetzt erst einmal kein Gegenangebot für die ISE absehbar ist.“ Am Freitag hatte die US-Technologiebörse Nasdaq mitgeteilt, nicht an der US-Derivatebörse ISE interessiert zu sein. Der Frankfurter Börsenbetreiber will die ISE für zwei Milliarden Euro übernehmen. Gesucht waren auch Hypo Real Estate und Münchener Rück.

Abwärts ging es für die Aktie des Touristik- und Schifffahrtskonzern TUI, dessen Aktien 1,3 Prozent auf 21,30 Euro nachgaben. „Da scheinen jetzt endlich einige zu kapieren, dass weder Herz noch Oetker interessiert sind“, sagte ein Händler. Am Freitag hatten Spekulationen kursiert, wonach die früheren Tchibo-Eigner Daniela und Günter Herz über ihre Beteiligungsfirma Mayfair zusammen mit der Oetker-Gruppe für den Touristik- und Schifffahrtskonzern bieten wollten. Die Titel hatten daraufhin bis zu fünf Prozent gewonnen. Henkel litten unter Gewinnmitnahmen, Aktien von DaimlerChrysler gaben nach schwachen Absatzzahlen um 1,45 Prozent auf 60,23 Euro nach und übernahmen die rote Laterne im Dax.

Im Nebenwerteindex MDax trieb ein charttechnischer Ausbruch die Titel des Karlsruher Anlagenbauers IWKA zwischenzetilich um bis zu 6,4 Prozent auf 24,75 Euro. „Wir haben um 24,30 Euro einen historischen Ausbruch gesehen über ein Level, das wir seit 17 Jahren nicht geknackt haben“, sagte Marktanalyst Thomas Nagel von Equinet. Dann seien elektronisch Anschlusskäufe generiert worden. Der Anlagenbauer legt am Dienstag seine Quartalszahlen vor. Die Mehrheit der Analysten prognostiziert eine Rückkehr in die Gewinnzone.

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