Aktienhandel Frankfurt
Dax knackt die 8000er-Marke

Mit festerer Tendenz hat sich der DAX am Freitag aus dem ersten Halbjahr 2007 verabschiedet. Das deutsche Börsenbarometer stieg um 1,1% oder 86 auf 8.007 Punkte und schaffte den Sprung über die 8.000er-Marke in den letzten Sekunden des Handels. Beflügelnd wirkten dabei vor allem "Gute-Laune-Daten" aus den USA.

HB FRANKFURT. Umgesetzt wurden 6,8 Mio Euro. Entscheidend für die Kursgewinnen seien die überraschenden US-Konjunkturdaten sowie die „glimpflich verlaufene“ Sitzung der US-Notenbank am Vorabend gewesen. Zudem stützten die Geschäfte zum Halbjahres-Ultimo. Besonders Fonds passen dann gerne ihre Positionen noch einmal an: Üblicherweise werden die Gewinner der Vergangenheit im Portfolio aufgestockt, um einen höheren Depotbestand an diesen erfolgreichen Titeln ausweisen zu können.

Die Fülle der US-Konjunkturdaten kam im Handel gut an. Per Saldo habe es sich um „echte Gute-Laune-Daten“ gehandelt, sagte ein Händler. Im Gegensatz zu den vergangenen Woche hätten sie keinerlei negative Bestandteile enthalten. So stieg der Index der Einkaufsmanager aus Chicago im Juni auf 60,2 und damit über die prognostizierten 57,5. Besonders der leichte Rückgang der Preiskomponente stieß auf Gegenliebe: „Das nimmt Druck vom Inflationsanstieg“, sagte ein Händler dazu. Auch die US-Inflationsrate, der so genannte Preisdeflator lag in der Kernrate mit +1,9% im Jahresvergleich genau im erwarteten Rahmen. Und zur Abrundung deutete auch der Index der Uni Michigan mit 85,3 gegenüber erwarteten 84,0 auf eine bessere US-Verbraucherstimmung hin.

Technische Analysten sehen den DAX nun vor einem neuen Anlauf auf das Allzeithoch bei 8.136 Punkten. Wichtig sei aber, dass die Unterstützung bei 7.980 Punkten hält. Deutliche Kursgewinne wiesen alle Aktien auf, die im letzten Halbjahr gut gelaufen waren: Unter anderem stiegen Adidas 2,8% auf 46,78 Euro, Deutsche Börse 2% auf 83,75 Euro und VW 1,2% auf 118,10 Euro. Auch BASF legten 2,6% zu auf 97,24 Euro und Linde 1,4% auf 89,25 Euro. Hier halfen zudem Spekulationenen um ein Zusammengehen von Linde und BASF. Händler nannten dies zwar das typische Freitagsgerücht, dennoch habe es sich als hilfreich beim Kursanstieg erwiesen. Linde erzielten damit erneut ein neues Allzeithoch.

Gute Vorgaben aus Wall Street stützten den Telekomsektor. Mit der Einführung des iPhone von Apple richteten sich die Blicke der Investoren auf die Branche. Laut einem Artikel in „The Times“ ist Vodafone Favorit für den Erhalt der Exklusivrechte in Europa. Analysten glauben aber, dass Vodafone-Wettbewerber – wie die Telekom-Tochter T-Mobile – den Kampf um die Vertriebsrechte nicht aufgeben werden. T-Mobile hatte lange Zeit als wahrscheinlicher Kandidat für die Vertriebsrechte gegolten. Deutsche Telekom legten um 0,4% auf 13,69 Euro zu.

Auch im MDAX kam es zu teils kräftigen Kursgewinnen der alten Favoriten. Unter anderem stiegen Wincor Nixdorf um 4% auf 68,80 EUR und Klöckner um 2% auf 53,85 Euro. IVG legten 1,1% zu auf 28,93 Euro, nachdem Morgan Stanley die Beobachtung der Aktie mit „Overweight“ wieder aufgenommen hatte. Lanxess legten um kräftige 3,5% zu auf 41,38 Euro, da sich der Chemiehersteller von seinem margenschwachen Kunstoffgeschäft trennen will. Norddeutsche Affinerie legten 1,7% zu auf 32,72 Euro. Hier zeichne sich immer mehr ein Übernahmekampf um die belgische Kupferhütte Cumerio ab, hieß es. Im TecDAX sprangen GPC Biotech um 6% auf 21,19 Euro. Solarworld legten um 0,5% zu auf 34,20 Euro, nachdem der Titel im Verhältnis 1:2 gesplittet worden war.

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