Aktienhandel Frankfurt
Dax: Niemand will verkaufen

Anhaltende Übernahmespekulationen haben die Käufer am Montag auf den deutschen Aktienmarkt gelockt. Besonders Finanzwerte standen angesichts des sich anbahnenden Pokers um die niederländische Bank ABN Amro hoch im Kurs. Der Standardindex Dax ließ die 7 300 Punkte weit hinter sich - trotz dünner Umsätze.

HB FRANKFURT. Der Dax kletterte um 1,7 Prozent auf 7 338,06 Punkte und lag damit so hoch wie seit September 2000 nicht mehr. Der Nebenwerteindex MDax legte um 1,2 Prozent zu auf ein Rekordhoch von 10 722 Punkten. Allerdings mochten Händler von Euphorie nichts wissen. „Die Umsätze sind nicht sonderlich hoch, die Kurse steigen, weil es einfach keine Verkäufer gibt“, sagte ein Händler.

Zu den größten Dax-Gewinnern zählten die Commerzbank-Aktien mit einem Plus von 3,9 Prozent auf 35,51 Euro. „Bei der Commerzbank gibt es nichts Explizites, aber die Bank wird ja immer wieder als Übernahmekandidat genannt“, sagte ein Händler. Andere Händler vermuteten, dass Beteiligungsgesellschaften einen Kauf der Commerzbank ausloten. Auch die übrigen Finanzwerte legten zu. Deutsche Bank verteuerten sich um 3,4 Prozent auf 108,56 Euro, Postbank um 2,8 Prozent auf 67,35 Euro.

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Auch die Versicherer kletterten. Allianz gewannen 2,8 Prozent, Münchener Rück 2,9 Prozent. Händler begründeten die Kursgewinne auch mit den als überraschend positiv eingestuften Quartalsergebnissen von ABN Amro und der US-Großbank Citigroup.

Größter Dax-Gewinner waren die Metro-Aktien mit einem Plus von gut fünf Prozent auf 55,63 Euro. Händler begründeten den Run auf die Aktien des Einzelhändlers mit einer Empfehlung der Schweizer Großbank Credit Suisse. Darüber hinaus helfe das günstige Konsumklima in der Euro-Zone. „Die Wirtschaftsdaten stimmen zuversichtlich, dass der Konsum weiter steigt“, erklärte ein Händler.

Übernahmespekulationen verhalfen auch den Aktien der Lufthansa zu einem Kursanstieg von 2,2 Prozent. Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber dämpfte die Spekulationen zwar, als er erklärte, er rechne derzeit nicht mit der Übernahme eines Konkurrenten. Auch mit dem spanischen Rivalen Iberia gebe es derzeit keine Gespräche. Der aktuelle Preis für Iberia sei durch Spekulationen in die Höhe getrieben. Doch wolle sich Lufthansa aktiv an möglichen Zusammenschlüssen beteiligen, sagte Mayrhuber weiter.

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