Aktienhandel Frankfurt
Dax schließt im Minus

Alle warten auf die Fed: Vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank haben sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt zurückgehalten. Der Dax schloss bei schwachen Umsätzen 0,3 Prozent tiefer bei 8 000 Punkten. Zu den Gewinnern zählte die SAP-Aktie.

HB FRANKFURT. Vor der Zinsentscheidung der US -Notenbank haben sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt am Dienstag zurückgehalten. "Alle warten auf die US -Notenbank“, sagte ein Händler. Der Dax schloss bei schwachen Umsätzen 0,3 Prozent tiefer bei 8009 Punkten. "Eine Zinssenkung von einem viertel Prozentpunkt ist eingepreist, mehr kann und darf die Fed gar nicht machen“, erklärte ein Händler.

Eine Senkung des US-Leitzinses von zuletzt 4,5 Prozent um 50 Basispunkte dürfte hingegen nach Einschätzung von Analysten die Angst vor einer Rezession in den USA wieder schüren und damit die Kurse drücken. "Wenn die Fed die Zinsen um einen halben Punkt senkt, sehen wir erst eine Rally und dann den Ausverkauf“, warnte ein Börsianer. "Tut sie gar nichts, wird es umgekehrt sein, dann haben wir erst einen Ausverkauf und dann eine Rally.“ Die US-Zinsentscheidung sollte am Dienstag um 20.15 Uhr mitteleuropäischer Zeit bekanntgegeben werden.

Für Verstimmung sorgte am Markt der ZEW -Konjunkturindex für Deutschland, der auf den tiefsten Stand seit Januar 1993 sank. "Insgesamt dürfte die Lage in den USA zu der größeren Skepsis unter den Finanzmarktexperten beigetragen haben“, erklärte Analyst Peter Meister von der BHF -Bank. WestLB -Analyst Jörg Lüschow ergänzte: "In den nächsten Monaten fallen mir wenig Argumente ein, warum sich die Konjunktur - im Vergleich zu heute - beleben sollte.“

Unter Druck standen erneut die Versorger. RWE büßten 2,75 Prozent ein und übernahm damit die rote Laterne im Dax. E.ON gaben 0,4 Prozent nach. Händler sprachen wie am Vortag von Gewinnmitnahmen. Nach Einschätzung der Analysten von Cheuvreux, die ihre Anlageempfehlung zurücknahmen, haben beide Aktien nach den Gewinnen seit dem Frühjahr kaum mehr großes Aufwärtspotenzial. Allerdings blieben beide Titel in Zeiten politischer Unsicherheit ein sicherer Anlagehafen. Verkauft wurden auch viele Gewinner des Vortages. So gaben die Papiere von Siemens ihre Gewinne vom Montag wieder ab und schlossen 1,4 Prozent niedriger.

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