Aktienhandel Frankfurt
Dax schließt im Plus

Die deutschen Standardwerte konnten die Verluste vom Vortag zum Teil wieder kompensieren. Der Leitindex Dax stieg um 0,25Prozent auf 7827 Punkte. Zu den Gewinnern gehörten die Commerzbank-Aktien, die Papiere des Autoherstellers BMW verloren dagegen deutlich.

HB FRANKFURT/MAIN. Die wichtigsten deutschen Aktienindizes haben am Dienstag nach einer Flut von Unternehmensbilanzen im Plus geschlossen und damit die Verluste vom Vortag zum Teil wieder kompensiert. Der Leitindex Dax stieg um 0,25 Prozent auf 7827,19 Punkte. Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es um 0,98 Prozent auf 10 360,55 Zähler nach oben. Noch deutlichere Zuwächse erreichte der Technologiewerte-Index TecDax, der 2,41 Prozent auf 1026,77 Punkte gewann. Die Handelsumsätze waren Experten zufolge jedoch trotz der Vielzahl an Unternehmensnachrichten gering. "Der Markt wartet darauf, was die Europäische Zentralbank am Donnerstag zu Inflationssorgen oder der Wechselkursentwicklung sagen wird", sagte Marktstratege Mirko Pillep von der Helaba mit Blick auf den anstehenden EZB-Zinsentscheid.

Aktien der Commerzbank gehörten mit plus 0,99 Prozent auf 27,46 Euro zu den größten Gewinnern im Leitindex. Händler führten an, die Abschreibungen im Zusammenhang mit der US-Kreditkrise (Subprime) seien nicht so hoch ausgefallen wie befürchtet.

BMW-Papiere verloren am Dax-Ende 3,33 Prozent auf 43,31 Euro. Der Autohersteller hatte im dritten Quartal entgegen den Erwartungen seinen Vorsteuergewinn nur leicht gesteigert. Für Bayer - Titel ging es nach anfänglichen Gewinnen um 0,68 Prozent auf 56,62 Euro nach unten. Der Chemie- und Pharmakonzern hatte Umsatz und Ergebnis im dritten Quartal wie erwartet gesteigert.

Im MDax stiegen KUKA-Titel mit plus 9,10 Prozent auf 28,52 Euro an die Index-Spitze. Der Maschinenbau-Konzern hatte das operative Ergebnis im dritten Quartal überraschend deutlich gesteigert und für das laufende Jahr eine Dividendenzahlung in Aussicht gestellt.

Premiere-Aktien verzeichneten Abschläge von 5,59 Prozent auf 13,18 Euro. Der Bezahlsender hatte im dritten Quartal zwar besser abgeschnitten als erwartet. Der Ausblick für das kommende Jahr steht aber wegen der neuen Runde im Kampf um die Bundesliga-Rechte zunächst aber auf dem Prüfstand - darin sahen die Analysten von equinet den Grund für die Kursverluste.

Papiere von Heidelberger Druckmaschinen übernahmen nach enttäuschenden Zahlen mit minus 7,20 Prozent auf 25,39 Euro die rote Laterne. Der Druckmaschinenhersteller hatte im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres (Ende September) wegen Währungsbelastungen und eines positiven Sondereffekts im Vorjahr einen Gewinnrückgang verbucht und die Schätzungen der Analysten verfehlt.

Bei den Technologiewerten verloren Singulus Technologies 2,18 Prozent auf 8,51 Euro. Der Hersteller von CD- und DVD- Produktionsanlagen hatte im dritten Quartal wegen der Marktflaute einen deutlichen Umsatz- und Gewinnrückgang verbucht. Die Aktien von GPC Biotech schossen dagegen um 17,47 Prozent auf 3,90 Euro hoch. Das angeschlagene Biotechnologieunternehmen hatte in den Vereinigten Staaten einen juristischen Teilsieg errungen.

Für die aktuelle Börsenwoche ist die Zahl der Pessimisten gestiegen. Das zeigt das aktuelle » Dax-Sentiment von Handelsblatt.com und der Postbank AG. Die leicht positive Erwartungshaltung für die kommenden Monate hat sich aber nicht geändert. Dadurch dürften die Kurse nach Meinung des Sentiment-Experten Thomas Theuerzeit in dieser Woche fallen.

Der EuroSTOXX 50 schloss um 0,33 Prozent fester auf 4407,34 Zähler. Auch Paris und London verbuchten Kursgewinne. In den USA tendierte der Leitindex Dow Jones zum europäischen Handelsschluss freundlich.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 4,20 (Freitag: 4,16) Prozent. Der Rentenindex REX legte um 0,02 Prozent auf 115,63 Punkte zu. Der Bund Future gewann 0,06 Prozent auf 113,86 Punkte. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4547 (Montag: 1,4488) Dollar fest. Der Dollar kostete 0,6874 (0,6902) Euro.

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